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'''Kölsch''' ist ein helles, blankes (gefiltertes) und von 1985.

Vorgeschichte

Laut einer gefälschten Urkunde, die außerdem Köln gar nicht betrifft, ist die Brautradition der Stadt , die das Jahr 1396 der Unterzeichnung des Verbundbriefes auch als das eigene Gründungsjahr ansieht, ist mit einem eigenen Siegel auf dieser Urkunde vertreten.

Das damals gebraute Bier wurde ohne ischem Boden. Besonders besorgt waren die Stadtväter um die städtischen Bediensteten, die trotz strengster Verbote ?täglich sich [?] einfinden und das dolle Bier sauffen?.<ref name="kbv" />

Bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts gab es in Köln rund 100 Hausbrauereien, die meist obergärige Biersorten brauten. Je nach Witterung und Jahreszeit gab es beispielsweise im Frühjahr Märzer, im Sommer Stecken wie auch das untergärige Kölsche Knupp. 1794 marschierten französische Revolutionstruppen in die Stadt ein und brachten die Gewerbefreiheit, die mit einer Aufhebung des Zunftwesens einherging. Anfang des 19.?Jahrhunderts deuteten Erfindungen und Entdeckungen Umwälzungen auch für das Braugewerbe an. Bahnbrechend wirkten sich die Erfindung der Dampfmaschine und der ersten Kühlmaschine im Jahre 1873 auf das Brauverfahren aus. Durch den stetigen Zuzug von Arbeitskräften infolge schnell wachsender Fabriken stieg der Bierabsatz, sodass die Industrialisierung der Brauereien schon bald zu einem Sterben der traditionellen Hausbrauereien führte. Zudem wurde die flächendeckende Einführung maschinell gefertigter Bierflaschen vorangetrieben und ein Pfandsystem eingeführt. Zur Vermeidung von Kopien und Panscherei wurde es üblich, den Namen der Brauerei ins Glas prägen zu lassen. Die kleinen Hausbrauereien brauten zu dieser Zeit noch den Vorläufer des heutigen Kölsch, das trübe und ungefilterte Wieß.

Geschichte des Kölsch

Ab 1918 warb die Brauerei anerkannt.

Verdacht auf Preisabsprachen

Mit dem Verdacht auf Preisabsprachen ermittelte zwischen 2011 und 2014 das Bundeskartellamt gegen mehrere Kölsch-Brauereien.

Seit September 2014 gibt es in Köln die so genannte ?Kölsch-Card?, eine Prepaid-Karte für Kölsch.

Kölsch in der EU und außerhalb

Am 25. November 1997 wurde Kölsch als Bierspezialität von der EU in den Kreis der geschützten regionalen Spezialitäten aufgenommen. Dieser Schutz gilt nur in den Staaten der EU. Damit war Kölsch (zugleich mit Rieser Weizenbier aus dem Nördlinger Ries) das erste alkoholische Getränk mit Inhalts-, Herstellungs- und Herkunftsgarantie.

Wenn Kölsch innerhalb der EU von Brauereien außerhalb der Kölsch-Konvention gebraut wird, erhält das Gebräu eine andere Bezeichnung wie ''Bönsch'' in Bonn oder Mölmsch in Mülheim.

Außerhalb der EU wird Kölsch von Brauereien in diversen Ländern hergestellt. Im amerikanischen Wettbewerb World Beer Cup gibt es eine Kategorie ?German-Style Kölsch/Köln-Style Kölsch?. In der im Süden Brasiliens von deutschen Einwanderern gegründeten Kolonie Blumenau wird unter anderem das Eisenbahn Kölsch gebraut.

Rechtsfragen

 für deutsches Bier aufgeführt. Zusätzlich sorgten mehrere Gerichtsurteile für Aufmerksamkeit.

1963 wurde durch das Landgericht Köln festgestellt,

Kölsch-Kultur

Kölsch wird traditionell aus einem schlanken, zylindrischen, relativ dünnwandigen Glas mit einem Inhalt von 0,2?Liter getrunken, ortsüblich als ''Kölschglas'' oder ''Stange'' bezeichnet. Das relativ geringe Fassungsvermögen geht noch auf frühere Schankgewohnheiten zurück. Sie entspricht inzwischen nicht mehr den Wünschen aller Lokalbetreiber, da sie einen deutlich höheren Zeit- und Personalaufwand erfordert, als er für größere Trinkgefäße anfallen würde. Deshalb werden in der Außengastronomie sowie in weniger traditionsbewussten Gaststätten häufig größere Stangen mit bis zu 0,5?Litern Inhalt verwendet.

Größere als 0,2-Liter-Gläser sind jedoch unter Kennern verpönt, unter anderem, weil Kölsch im Gegensatz zu anderen Bieren nach dem Einschenken sehr rasch verschalt, also seinen frischen Geschmack und seine Schaumkrone verliert. Vereinzelt trifft man in traditionellen Kneipen auch auf das halbe Kölsch, das in einer Stange mit nur 0,1?Litern Inhalt, dem ''Stössje'', serviert wird. In einigen Brauhäusern kann ein 10-Liter-Fass, das Pittermännchen zum Selberzapfen an den Tisch bestellt werden. Wie die meisten Biere, besonders die obergärigen, entwickelt das Kölsch seine volle geschmackliche Vielfalt erst ab einer gewissen Temperatur, weshalb es bei acht bis zehn Grad serviert wird.

Der Kellner wird in kölschen Brauhäusern Köbes genannt. Er verwendet zum Servieren seit Ende des 19.?Jahrhunderts auch den ''Kranz'' ??ein Behältnis für bis zu 18?Stangen mit zwei Tragegriffen in der Mitte?? je einer oben und im Boden. Vom Fass gezapft wird das Kölsch vom Zappes. In traditionsbewussten Gasthausbrauereien kommen dabei noch die ansonsten eher selten gewordenen Holzfässer zum Einsatz. Aus ihnen wird dann ohne die üblichen, mit Druckgas betriebenen Zapfanlagen nur mit einem zuvor eingeschlagenen Zapfhahn gezapft. In den meisten Brauhäusern und auch in vielen Kölner Kneipen ist es Brauch, dass jeder Gast, der sein Kölschglas vollständig geleert hat, ungefragt ein weiteres Kölsch gebracht bekommt, bis er einen Bierdeckel auf das Glas legt oder die Rechnung verlangt.

Herstellung

Kölsch wird mit Gerstenmalz, Hopfen und Wasser gebraut. Einige Brauer setzen einen kleinen Anteil Weizenmalz zu. Der Hopfen für Kölsch stammt überwiegend vom Niederrhein, aus der Gegend von Kerpen und Düren sowie aus der Hallertau und Tettnang am Bodensee. Während die meisten obergärigen Biere bei Temperaturen um 20?°C vergoren werden, geschieht dies bei den meisten Kölschbrauereien deutlich kühler, bei etwa 14?16?°C.

Der Vorgänger: Wieß

''Wieß'' (Weiß) ist der Vorgänger des Kölsch. Es wird ebenfalls obergärig gebraut, ist aber im Gegensatz zum Kölsch unfiltriert und naturtrüb. Die Filtration des Bieres wurde erst mit der Industrialisierung des Brauprozesses möglich. Wie beim Kölsch wird Gerste als Mälzgetreide verwendet. Wieß wird nicht aus Stangen getrunken, sondern aus Gläsern, die zwischen 0,3 und 0,5 Liter fassen. Man findet es in einigen Kölner Brauhäusern wieder.

Kölschmarken

Kölsch gibt es in großer, aber abnehmender Vielfalt. Von ursprünglich ungefähr 100 Kölschmarken existierten 2008 noch 26, wobei einige erst in den letzten zwei Jahrzehnten auf den Markt kamen. Die Zahl der Kölschbrauereien sank stetig. Die europaweite Konzentration der Brauereiwirtschaft ging auch an Köln nicht vorbei, sodass einige wenige Großbrauereien jeweils mehrere Kölschsorten herstellen. Daneben gibt es noch kleinere Brauhäuser, teilweise noch mit klassischen Hausbrauereien, die überwiegend ihre jeweiligen speziellen Sorten brauen und teilweise in angeschlossenen Gasthäusern vermarkten. Einige Kölschmarken werden als Lohnbrau bei anderen Brauereien hergestellt.

Kölschbrauereien sind:
Hellers
Päffgen
Mühlen
Zunft
Schreckenskammer
Sünner
Traugott Simon Kölsch
Colonius
  • Privatbrauerei Bischoff
Bischoff Kölsch
  • Privatbrauerei Gaffel Becker & Co. oHG
Garde
Bürger
Gilden
Sion
Dom Kölsch
Rats
Giesler
Grenadier
Hansa
Küppers
Sester
Ganser
Peters Kölsch

Statistik

Kölsch ist dem Brauereiverband NRW zufolge umsatzstärker als Altbier und weist einen fast doppelt so großen Marktanteil auf. 2010 hatte der Marktführer Pils einen Anteil am Gesamtbierausstoß in NRW von 75,45 %, gefolgt von Kölsch mit einem Marktanteil von 13,65 %, während es Altbier auf einen Anteil von 8,71 % brachte.

Verwandte Biere

Das Kölsch ist ein Verwandter des ebenfalls obergärigen Altbiers. Dieses wird im Unterschied zum Kölsch meist, aber nicht immer, unter Verwendung dunklerer Malze hergestellt und schmeckt oft wesentlich herber. Sein Hauptverbreitungsgebiet liegt weiter nördlich am Niederrhein. Ein dem Kölsch ebenfalls nahe verwandtes obergäriges Bier wurde bis in die jüngste Zeit in Aachen gebraut, am bekanntesten war die 1989 geschlossene Brauerei Degraa.

In Bonn, das nicht zu den Gemeinden der Kölsch-Konvention gehört, wird das ''Bönnsch'' hergestellt und ausgeschenkt, das eher einem Wieß entspricht. Neuerdings wird es auch filtriert angeboten und entspricht damit eher einem Kölsch. Weit verbreitet ist jedoch auch hier das Kölsch.

Unter dem Namen ''Echt Mölmsch'' und ''Jubiläums Mölmsch'' wurde von der Berg-Brauerei Mann aus Mülheim bis 1995 ein helles obergäriges Vollbier gebraut. Das Mölmsch entsprach dem Kölsch, nach der Kölsch-Konvention durfte es nicht so genannt werden, da es in Mülheim an der Ruhr gebraut wurde.

Die Brauerei Steffens aus Bornheim (früher Kasbach-Ohlenberg bei Linz am Rhein) bietet mit ''Steffi'' ein obergäriges Bier an, das einem Kölsch entspricht.

Die Krefelder Brauerei Gleumes hat ''Gleumes Hell'' in ihrem Ausschank, ein obergäriges helles Bier, das minimal dunkler ist als Kölsch.

Seit Ende 2001 braut nach einem familieninternen Streit ein Sprössling der Kölschbrauerfamilie Päffgen ein helles obergäriges Bier etwas östlich außerhalb von Lohmar im Bergischen Land, das unter dem Namen ''Pfaffenbier'' regional vermarktet wird, unter anderem im Brauhaus Zum Pfaffen am Heumarkt in der Kölner Altstadt.

Literatur

  • Heribert Sinz: ''1000 Jahre Kölsch Bier. Eine Chronik für Bierfreunde''. Köln 1971.
  • Detlef Rick, Janus Fröhlich: ''Kölsch Kultur''. Emons, Köln 2005, ISBN 3-89705-377-2.
  • ''Wenn Blicke trinken könnten. Die ersten 14 Jahre der Früh Kölsch-Kampagne''. Emons, Köln 2005, ISBN 3-89705-410-8.

Weblinks

Einzelnachweise