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{{Infobox Fluss
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| LAGE= Europa
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| NACHWEIS-EINZUGSGEBIET=<ref name="HAD1">Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit: Hydrologischer Atlas von Deutschland, Auszug Kap. 3.2 (PDF; 3,4?MB), abgerufen am 14. Oktober 2012.</ref>
| EINZUGSGEBIET-SUFFIX= (mit Maas 218.300?km²)
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| QUELLE= Alpen
(siehe Rheinquelle)
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| MÜNDUNG= Southern Bight, Nordsee
(siehe Rhein-Maas-Delta)
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| LINKE NEBENFLÜSSE= siehe Kapitel ''Nebenflüsse''
| RECHTE NEBENFLÜSSE= siehe Kapitel ''Nebenflüsse''
| SEEN= Bodensee
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| EINWOHNER IM EINZUGSGEBIET= rund 58 Millionen
| GROSSSTÄDTE= siehe Kapitel ''Siedlungen''
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| SCHIFFBAR= 883?km ''(Großes Rheinschiff)''
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| BILDBESCHREIBUNG= Abschnitte des Rheinlaufs
(''siehe auch'' die )
| NACHWEISE= Nein
}}

Der '''Rhein''' () ist ein 1.232,7?km<ref name="len" /> langer Strom in West- und Mitteleuropa und eine der verkehrsreichsten Wasserstraßen der Welt.

Das .

Die größten Nebenflüsse des Rheins von der Quelle bis zur Mündung sind, gemessen an Länge, Einzugsgebiet und sogar etwas länger als der Rhein</ref>

Grunddaten

Der Rhein hat eine Gesamtlänge von 1.232,7?km,<ref name="len" /> von denen 376?km in der Schweiz, 695,5?km in Deutschland und 161,2?km in den Niederlanden verlaufen. Davon sind 883?km für die Großschifffahrt nutzbar. Die mittlere .

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}}

Etymologie

Der Name ?Rhein? geht möglicherweise auf die indogermanische Wortwurzel ''H1reiH-'' für ?fließen? zurück. Aus dieser Wurzel entstanden u.?a. auch das deutsche Verb ''rinnen'', das altgriechische Verb '''' (fließen), das lateinische ''rivus'' (Fluss) ? daraus dann spanisch ''rio'' und englisch ''river''. Die Kelten nannten den Fluss ''Rhenos'', die Römer ''Rhenus''. In der Antike wurde der Fluss zudem als ''Rhenus Pater'' (?Vater Rhein?) verehrt. Möglicherweise wurde der Name zuerst von der vorrömischen Bevölkerung im Quellgebiet des Rheins benutzt und dann von Kelten und Römern übernommen. Der Name könnte aber auch von den Kelten selbst eingeführt worden sein.

Der Name des Rheins in den romanischen und germanischen Sprachformen seines Einzugsgebiets lautet: rätoromanisch ''Rein'', italienisch ''Reno'', alemannisch ''Rhy'', französisch ''Rhin'', vorderpfälzisch ''Rhoi'', südpfälzisch ''Rhei'', lëtzebuergesch (luxemburgisch) ''Rhäin'', ripuarisch ''Rhing'', niederländisch, niederdeutsch ''Rijn'', friesisch ''Ryn''.

Im Quellgebiet enthalten zahlreiche größere und kleinere Quellflüsse den Namensteil ''Rhein'' oder Entsprechungen in verschiedenen bündnerromanischen Idiomen wie ''Rein'' oder ''Ragn''. Beispiele:

Der Rhein selbst ist Namensgeber für das 1925 entdeckte chemische Element Rhenium.

Geographie

Verlauf

Abschnitte

Man untergliedert den Lauf des Rheins in den Bereich der Quellflüsse, den Alpenrhein, den aus Obersee, Seerhein und Untersee bestehenden Bodensee, den Hochrhein, den Oberrhein, den Mittelrhein, den Niederrhein und das Rhein-Maas-Delta.

Quellflüsse

Der Rhein führt seinen Namen ohne unterscheidende Zusätze erst ab dem Zusammenfluss von Vorder- und Hinterrhein bei Tamins-Reichenau. Oberhalb dieses Punktes liegt das weitverzweigte Einzugsgebiet der Quellflüsse des Rheins. Es gehört fast ausschließlich zum schweizerischen Kanton Graubünden und reicht vom Gotthardmassiv im Westen über je ein im Tessin und in Italien liegendes Tal im Süden bis zum Flüelapass im Osten.

Die Quellen des Rheins

Traditionell gilt der Tomasee nahe dem Oberalppass bei Sedrun im Gotthardgebiet als Quelle des Vorderrheins und des Rheins insgesamt. Der Hinterrhein entspringt im Hochtal des Rheinwalds unter dem Rheinwaldhorn.

Die Quelle des Hauptfließwegs, der sich bei jeder Mündung über die jeweilige größere Wassermenge ergibt, liegt jedoch woanders, nämlich im Osten des Hinterrhein-Gebietes im Dischmatal. Der absolut längste Quellast, der Rein da Medel, entspringt im Süden des Vorderrhein-Gebietes gar auf Tessiner Kantonsgebiet.

Hinterrhein

Der 64?km lange Hinterrhein fließt zunächst ostnordöstlich, dann nach Norden. Er durchfließt die drei Talkammern Rheinwald, ''Val Schons'' und Domleschg-Heinzenberg. Dazwischen liegen die Schluchtlandschaften ''Roffla'' und ''Viamala''. Seine Quellbäche liegen in den Adula-Alpen (Rheinwaldhorn, Rheinquellhorn, Güferhorn).

Von Süden mündet der Averser Rhein ein, dessen Quellgebiet mit dem ''Reno di Lei'' (gestaut im Lago di Lei) teilweise auf italienischem Gebiet liegt. Bei Sils mündet aus Osten die dem Hinterrhein mindestens ebenbürtige Albula aus der Region des gleichnamigen Passes. Die Albula bezieht ihr Wasser vor allem vom Landwasser mit dem Dischmabach als größtem Quellbach, aber auch vom ebenfalls bedeutenden, vom Julierpass herabkommenden Nebenfluss Julia (Gelgia).

Vorderrhein

Der 75?km lange Vorderrhein entsteht aus zahlreichen Quellbächen in der obersten '', der üblicherweise als Rheinquelle angegeben wird.

Ihm fließen von Süden teils längere, teils ebenbürtige Nebenflüsse zu wie der ''massen.

Alpenrhein

Bei Tamins-Reichenau vereinigen sich Vorder- und Hinterrhein zum Alpenrhein. Auf kaum 86 Kilometern Länge fällt er von 599 auf 396 Meter Höhe. Der Rhein knickt zunächst bei Chur, der Hauptstadt Graubündens, markant nach Norden ab. Das Rheintal ist ein glazial geprägtes, breit ausgeräumtes, alpines Kastental. Bei Sargans verhindert nur eine wenige Meter hohe Landstufe, dass der Rhein durch das offene Seeztal durch Walensee und Zürichsee in Richtung Aare fließt. Unterhalb davon ist sein Westufer schweizerisch, im Osten grenzen Liechtenstein und dann Österreich an.

Der Rhein mit seinem von hohem Schwebfrachtgehalt hellen Wasser hat den anfangs weit in die Alpen reichenden Bodensee bereits großenteils mit Sedimenten aufgefüllt. Mit einer Rheinregulierung mit Durchstichen bei Diepoldsau und Fußach steuerte man den Überschwemmungen und der starken Sedimentation im westlichen Rheindelta entgegen. Hierdurch musste auch die Dornbirner Ach parallel zum kanalartig ausgebauten Rhein in den Bodensee geleitet werden. Der abgeschnittene Alte Rhein verlief zunächst in einer Sumpflandschaft, wurde aber später unterhalb von Rheineck kanalisiert und schiffbar gemacht.

Der Rhein transportiert pro Jahr bis zu drei Millionen Kubikmeter Feststoffe in den Bodensee. Das in den Bodensee hineinwachsende ''Rheindelta'' (Binnendelta) ist zwischen dem Alten Rhein im Westen und dem unteren Rheindurchstich im Osten großenteils Natur- und Vogelschutzgebiet und umfasst die österreichischen Ortschaften Gaißau, Höchst und Fußach. Der natürliche Rhein verzweigte sich einst in mindestens zwei Hauptarme. Durch sich ablagerndes Geschiebe entstanden viele kleine Inseln (in bodenseealemannischer Mundart «Isel», vgl. Flurname ''Esel''). Im Mündungsbereich ist ein permanenter Kiesabbau mit Schwimmbaggern nötig, um die Sedimentation zu steuern. Die großen Sedimentfrachten gelten auch als Folge der umfangreichen Meliorationen flussaufwärts.

Bodensee

Obersee

Im Bodensee bildet das milchige, kältere und damit schwerere Rheinwasser zunächst einen kompakten Strom an der Oberfläche des grau-grünen Seewassers, fällt dann aber unvermittelt am ''Rheinbrech'' zum Seeboden ab. Die Hauptströmung im oberflächennahen Seewasser verläuft ab der Insel Lindau, oft deutlich sichtbar, entlang dem nördlichen, deutschen Ufer bis etwa Hagnau am Bodensee. Ein kleiner Teil der oberflächennahen Strömung zweigt vor der Insel Mainau in den Überlinger See ab. Die Hauptströmung wird im ''Konstanzer Trichter'' von der ''Rheinrinne'' aufgenommen und zum Abfluss geleitet.

Anliegerstaaten des Obersees sind die Schweiz im Süden, Österreich im Südosten sowie Deutschland mit Bayern im Nordosten und Baden-Württemberg im Norden und im Nordwesten.

Seerhein

Der nur vier Kilometer lange Fluss Seerhein verbindet den Obersee mit dem etwa 30?cm tiefer gelegenen Untersee. Am Beginn des Seerheins, in der Mitte der alten Konstanzer Rheinbrücke, beginnt die Kilometrierung des Rheins (vgl. Kapitel Kilometrierung). Der Seerhein entstand in den letzten Jahrtausenden gegen Ende einer erosionsbedingten Absenkung des Seespiegels um etwa zehn Meter, während derer auch die Insel Reichenau entstand. Zuvor waren Obersee und Untersee, wie es der übergreifende Name ''Bodensee'' heute nur suggeriert, ein zusammenhängender See.

Untersee

Auch der Untersee weist durch den Schub des Rheinwassers deutliche Strömungen auf. Der südliche von der Rheinströmung durchzogene Teil wird vereinzelt auch ''Rheinsee'' genannt. Von den nördlichen Teilen des Untersees wird nur der Zeller See etwas von den Strömungen erfasst; der Gnadensee bleibt von der Durchströmung nahezu unberührt. Dem Untersee fließt über die Radolfzeller Aach im Mittel rund 9?m³/s Wasser aus dem Donausystem zu.

Seerhein und Untersee bilden die Grenze zwischen der Schweiz und Deutschland; Ausnahmen sind das Stadtzentrum von Konstanz, das südlich des Seerheins liegt, und, nahe dem Ausfluss zum Hochrhein, das Stadtzentrum der Schweizer Stadt Stein am Rhein am Nordufer.

Hochrhein

Bei Stein am Rhein am Westende des Untersees beginnt der Hochrhein. Er fließt im Gegensatz zu Alpenrhein und Oberrhein vor allem nach Westen und fällt dabei von 395?m auf 252?m.

Der Hochrhein bildet nun bis Eglisau zwischen den Schweizerischen Gebieten von Stein am Rhein, Schaffhausen und dem Zürcher Rafzerfeld zu einem Teil und ab Eglisau bis zum Kanton Basel Stadt auf der ganzen Länge die Grenze zwischen der Schweiz im Süden und Deutschland im Norden.

Unterhalb von eine Tiefe von 32?m.

Oberrhein

Im Zentrum von Basel, der ersten Großstadt am Laufe des Stroms, liegt das ?Rheinknie?; hier endet der Hochrhein. Offiziell gilt die Mittlere Brücke als Grenze zwischen Hoch- und Oberrhein. Der Fluss fließt nun als Oberrhein nach Norden durch die etwa 300?km lange und bis zu 40?km breite Oberrheinische Tiefebene, seine Höhe fällt dabei von 252?m auf 76?m. Die wichtigsten Nebenflüsse in diesem Bereich sind von links die Ill unterhalb von Straßburg, von rechts der Neckar in Mannheim und der Main gegenüber von Mainz. Bei Mainz verlässt der Rhein den Oberrheingraben und durchfließt das Mainzer Becken. Der Abschnitt des Oberrheins von Mainz abwärts durch den Rheingau und Rheinhessen ist auch als Inselrhein bekannt. In diesem mit bis zu 900 Metern breitesten Flussabschnitt liegen große, hier ''Rheinauen'' genannte Flussinseln.

Die Südhälfte des Oberrheins bildet die Staatsgrenze zwischen Frankreich (Elsass, heute Teil der Region Grand Est) und Deutschland (Baden-Württemberg). Die Nordhälfte bildet die Landesgrenze zwischen Rheinland-Pfalz im Westen einerseits und Baden-Württemberg und Hessen andererseits im Osten und Norden. Eine Kuriosität dieses Grenzverlaufs sind die seit 1945 zu Hessen gehörenden, sogenannten rechtsrheinischen Stadtteile von Mainz.

Das Oberrheintal war bereits in Antike und Mittelalter eine bedeutende Kulturlandschaft Europas. Heute ist der Oberrhein Standort zahlreicher wichtiger Industrie- und Dienstleistungsbetriebe mit den Zentren Basel, Straßburg und Mannheim-Ludwigshafen. Mit Straßburg, dem Sitz des Europäischen Parlaments, liegt eine der drei europäischen Hauptstädte am Oberrhein.

Die Oberrheinlandschaft hat sich durch die Rheinbegradigung im 19. Jahrhundert stark verändert. Wegen der Erhöhung der Fließgeschwindigkeit und damit der Tiefenerosion fiel der Grundwasserspiegel beträchtlich, wodurch Seitenarme trockenfielen und der Flussauen-Urwald stark zurückging. In Frankreich wurde der für die Rheinschifffahrt wichtige Rheinseitenkanal angelegt, durch den der überwiegende Teil des Flusswassers geleitet wird. Mancherorts finden sich größere Ausgleichsbecken, so das riesige ''Bassin de compensation de Plobsheim'' im Elsass.

Mittelrhein

Bei Bingen endet das Mainzer Becken, am Binger Loch tritt der Fluss bei Mittelwasser auf 77,4?m Meereshöhe als Mittelrhein ins Rheinische Schiefergebirge ein und wird es auf 50?m wieder verlassen. Linksrheinisch grenzen hier die Gebirgszüge von Hunsrück und Eifel an, rechtsrheinisch Taunus und Westerwald. Die charakteristische, enge Talform entstand erdgeschichtlich durch Tiefenerosion des Flusses in eine sich hebende Scholle (antezedentes Durchbruchstal). Die größten Nebenflüsse des Mittelrheins sind Lahn und Mosel, die bei Koblenz von rechts und links münden. Fast über die ganze Länge des Mittelrheins verläuft der Fluss im Bundesland Rheinland-Pfalz.

Am Mittelrhein dominieren wirtschaftlich Weinbau und Tourismus. Der Talbereich zwischen Rüdesheim und Koblenz zählt zum UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal. Bei Sankt Goarshausen schließt der Rhein mit einer scharfen Flussbiegung den berühmten Loreleyfelsen ein und erreicht dort eine Tiefe von 25 Metern. Mit seinen hochrangigen Baudenkmälern, den rebenbesetzten Hängen, seinen auf schmalen Uferleisten zusammengedrängten Orten und den auf Felsvorsprüngen aufgereihten Höhenburgen gilt das Mittelrheintal als Inbegriff der Rheinromantik.

Niederrhein

Bei Bonn, nördlich des Siebengebirges, wechselt der Rhein aus der Mittelgebirgsregion in das Norddeutsche Tiefland über und wird an der Mündung der Sieg zum Niederrhein. Er senkt sich von . Wichtigste Nebenflüsse sind Ruhr und Lippe. Wie der Oberrhein erhielt auch der mäandrierende Niederrhein ein wasserbautechnisch befestigtes Flussbett. Die Deiche liegen hier aber weiter zurück, so dass der Niederrhein mehr Flutraum hat als der Oberrhein.

Der Niederrhein liegt vollständig in Nordrhein-Westfalen. Seine Ufer sind meist stark besiedelt und industrialisiert, besonders in den Agglomerationen Köln, Düsseldorf und Ruhrgebiet. Hier durchfließt der Niederrhein den größten Ballungsraum Deutschlands, die Metropolregion Rhein-Ruhr. Wichtigste Hafenstadt ist Duisburg mit dem größten Binnenhafen Europas (Duisburg-Ruhrorter Häfen). Stromabwärts von Duisburg ist die Region eher agrarisch geprägt. 30 Kilometer flussabwärts zweigt bei Wesel die zweite West-Ost-Schifffahrtsverbindung, der parallel zur Lippe verlaufende Wesel-Datteln-Kanal ab. Zwischen Emmerich und Kleve spannt sich die längste Hängebrücke Deutschlands über den an dieser Stelle mehr als 400?Meter breiten Strom. Bei Krefeld-Uerdingen quert die Uerdinger Linie den Rhein, eine Sprachgrenze, die die niederfränkischen Dialekte von den mittelfränkischen trennt. Nordwestlich von Emmerich und Kleve erreicht der Rhein die Niederlande.

Deltarhein

An der niederländisch-deutschen Staatsgrenze beginnt mit der Rheinteilung das Rhein-Maas-Delta, die bedeutendste zu unterscheiden ist, aber auch die längere ''Rhein-Maas-Schelde-Delta'', weil die Scheldemündung mit dem Delta eng verknüpft ist.

Bestimmend für die Gestalt des Rheindeltas sind die Rheinteilung bei . So entstehen drei Hauptstromverläufe, die jedoch auf Grund der vielen Laufänderungen in historischer Zeit keine durchgehenden Benennungen tragen:

  • Der größte und südliche Hauptarm wird vom Stromverlauf Waal ? Boven (Obere) Merwede ? Nieuwe Merwede ? Haringvliet gebildet. Von ihm zweigt als wichtigster Schifffahrtsweg die Gewässerfolge Beneden (Untere) Merwede ? Noord ? Neue Maas ? Neuer Wasserweg ab. Ihr folgt auch die Stromkilometrierung. Von der unteren Merwede zweigt wiederum die Alte Maas ab, die in Rotterdam wieder mit der Neuen Maas zusammentrifft und den Neuen Wasserweg bildet.
  • Der mittlere Arm wird durch Nederrijn und Lek gebildet. Er bildet dann mit dem nahezu gleich großen Noord die Neue Maas (s.?o.)
  • Den nördlichsten Arm stellt die (Geldersche) Issel dar, die das IJsselmeer erreicht, das wiederum über Schleusen in die Nordsee abfließt.

Bis zur Elisabethenflut 1421 floss die Maas etwas südlich der heutigen Linie Merwede ? Oude Maas Richtung Nordsee und bildete mit Waal und Lek einen gemeinsamen, archipelartigen Mündungsbereich, dessen damaliger Zustand wegen zahlreicher Meeresbuchten, ästuarartig erweiterter Flussläufe, vieler Inseln sowie beständiger Küstenveränderungen heute schwer fassbar ist. Die Maas mündete später bis 1904 weiter flussaufwärts bei Gorinchem in die Waal. Aus Hochwasserschutzgründen trennte man dann die Maas vom Rhein durch eine Schleuse (?Abgedämmte Maas?) und grub einen neuen Abfluss für sie, bestehend aus Bergse Maas und Amer. Seit dem Bau des Haringvlietdammes 1970 fließt sie wieder zusammen mit dem Rhein ins Meer, bei hohen Wasserständen des Rheins überwiegend durch die Schleusen des Haringvlietdammes, bei Niedrigwasser überwiegend über den Nieuwe Waterweg bei Rotterdam.<ref name="SteLud">B.?P.?C. Steenkamp, D. Ludikhuize: '''', Dordrecht, 1995, S. 20?ff.</ref>

Der Mündungsbereich im Nordwesten, auf Höhe der hier unterbrochenen Dünenketten, wird bereits seit der Antike als ''Maasmündung (Maasmond)'' bezeichnet. Dies erklärt auch die verwirrende Verwendung des Namens ''Maas'' für heute unzweifelhaft rheinische Unterläufe.

Die Hydrographie des heutigen Deltas ist geprägt von den Delta-Hauptarmen, weiteren Stromarmen (Holländische Issel, Linge, Vecht u.?a.) sowie kleineren Flüssen und Bächen. Viele Fließgewässer wurden stillgelegt (?abgedämmt?) und dienen jetzt wie die zahlreich angelegten Kanäle zur Entwässerung von Poldern. Der Bau der Deltawerke veränderte das Delta in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts grundlegend. Gegenwärtig fließt an fünf Stellen Rheinwasser ins Meer; die Hauptwassermengen am Haringvlietdamm und unterhalb von Rotterdam (Hoek van Holland), die kleinere Ijssel und ihre Nebenflüsse durch Schleusen in Amsterdam und im Abschlussdeich.

Das Rhein-Maas-Delta ist ein Gezeitendelta, denn nicht nur die Sedimentation der Flüsse, sondern auch die der Gezeitenströme bestimmten seine Gestalt. Dies bedeutete im Falle von Sturmfluten höchste Gefahr, weil solche Hochwasser wegen starker Gezeitenströme riesige Landflächen in die See reißen konnten. Vor dem Bau der Deltawerke war der Gezeiteneinfluss bis nach Nijmegen spürbar, selbst heute noch, nach den Regulierungsmaßnahmen der Deltawerke zur Sturmflutsicherung, wirken Ebbe und Flut bis weit ins Landesinnere.

Während der Weichsel-Kaltzeit war so viel Wasser als Eis in den Polkappen gebunden, dass der Meeresspiegel etwa 100?m tiefer als heute lag und die südliche Nordsee trocken lag. Zu dieser Zeit war die Mündung des Rheins nach Norden bis zur Doggerbank verschoben, und die Themse war ein Nebenfluss des Rheins.

Flusssystem und Einzugsgebiet

Der Rhein ist die Hauptsammelader eines Flusssystems, das mit einem unregelmäßigen Verlaufmuster voller abrupter Richtungswechsel seine bis heute bewegte, mit der Heraushebung der Alpen verknüpfte Entstehungsgeschichte erkennen lässt, und das sich zur Mündung hin in komplizierter Weise verzweigt.

Der Rhein durchfließt in generell nordnordwestlicher Richtung sehr unterschiedliche Naturräume wie die Alpen, das nördliche Alpenvorland, den Oberrheingraben, die Mittelgebirgsschwelle und das niederrheinische Tiefland. Sein Lauf wird nach diesen Landschaften in Teilabschnitte gegliedert, die sich voneinander sehr unterscheiden. Das Quellgebiet des Rheins liegt im Übergangsbereich von den West- zu den Ostalpen. Etwas westlich davon liegt am Fuß der höchsten Erhebung des Einzugsgebietes, des Finsteraarhorns (4274?m), das Quellgebiet der Aare. Sie ist am Zusammenfluss mit dem Rhein der größere Fluss und gehört damit zur Hauptabflusslinie des Flusssystems. Das Einzugsgebiet des Rheins ist im oberen, südlichen Drittel durch die Nachbargebiete von Rhone und Donau markant eingeschnürt. Besonders zu Lasten dieser Ströme hat sich das Rheingebiet im Laufe der letzten drei Millionen Jahre vergrößert. Südlich davon erreicht der Rhein bereits gut ein Drittel seiner gesamten Wasserführung durch die hohen Abflüsse aus den Alpen. Aber auch Schwarzwald und Vogesen steuern später große Teile bei. Gut 150 Kilometer oberhalb der Mündung in die Nordsee beginnt der Strom, sich zu verzweigen. Die IJssel verlässt dabei das westwärts gerichtete Geflecht der Stromrinnen nach Norden. Dieser Wasserverlust wird stromabwärts durch die von Süden einmündende Maas in etwa ausgeglichen.

Das Einzugsgebiet des Rheins grenzt (von Westen im Uhrzeigersinn) an jene der Ströme Seine, Schelde, Ems, Weser und Elbe (alle Nordsee), Donau (Schwarzes Meer) sowie Po und Rhone (beide Mittelmeer). Anteile an seiner Fläche von 218.300?km² (100 %) haben die Anrainerstaaten Schweiz (12,7 %), Österreich (1,1 %), Deutschland (50,2 %) und Niederlande (13,4 %). In Liechtenstein (0,1 %) ist er westlicher und in Frankreich (14,3 %) östlicher Grenzfluss. Sein Einzugsgebiet umfasst Teile Belgiens (6,7 %) und Italiens (<0,1 %), sowie ganz Luxemburg (1,2 %). Es entwässert je rund 70 % der Schweiz und der Niederlande.

Nebenflüsse

''Wasserführung der Nebenflüsse über 40?m³/s:''

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 barset:Einwohnerzahl

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 barset:Einwohnerzahl

 from:start till:560 text:Aare (560?m³/s)
 from:start till:357 text:Maas (357?m³/s, zwischen 1904 und 1970 eigenständiger Strom)
 from:start till:320 text:Mosel (320?m³/s)
 from:start till:211 text:Main (211?m³/s)
 from:start till:145 text:Neckar (145?m³/s)
 from:start till:81 text:Ruhr (81?m³/s)
 from:start till:66 text:Ill (Alpenrhein; 66?m³/s)
 from:start till:60 text:Vechte/Zwarte Water (60?m³/s, ins IJsselmeer mündend)
 from:start till:54 text:Ill (Oberrhein; 54?m³/s)
 from:start till:53 text:Sieg (53?m³/s)
 from:start till:52 text:Lahn (52?m³/s)
 from:start till:47 text:Thur (47?m³/s)
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 from:start till:41 text:Bregenzer Ach (41?m³/s)

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 text:m³/s

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Der Status der .

Der wasserreichste und zugleich viertlängste Nebenfluss des Rheins ist die Aare. Diese entwässert große Gebiete der Schweiz und bringt mit einem mittleren Jahresabfluss von 560?m³/s am Zusammenfluss deutlich mehr Wasser ein als der Rhein (470?m³/s) selbst, da kurz vor der Einmündung die beiden großen Alpenflüsse Limmat und Reuss die Aare verstärken. In der Reihe der wasserreichsten Rheinzuflüsse folgen Maas (357?m³/s), Mosel (320?m³/s), Main (211?m³/s) und Neckar (145?m³/s).

Die nach der Maas längsten Rheinzuflüsse sind die Mosel mit 544?km (mit Moselotte 558?km) und der Main mit 524?km (mit Regnitz 553?km). Eine Fließlänge über 200 Kilometer weisen ferner Neckar, Aare, Lippe, Lahn, Ruhr und die elsässische Ill auf.

''Fließlängen der Nebenflüsse über 200?km:''

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 barset:Einwohnerzahl

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 barset:Einwohnerzahl

 from:start till:874 text:Maas (874 km, zwischen 1904 und 1970 eigenständiger Strom)
 from:start till:558 text:Mosel (544 km, mit Moselotte 558 km)
 from:start till:553 text:Main (524 km, mit Regnitz 553 km)
 from:start till:384 text:Neckar (367 km, mit Eschach 384 km)
 from:start till:288 text:Aare (288 km)
 from:start till:268 text:Lippe (220 km, mit Alme 268 km)
 from:start till:246 text:Lahn (246 km)
 from:start till:219 text:Ruhr (219 km)
 from:start till:217 text:Ill (217 km)

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In der Tabelle sind alle Nebenflüsse mit mindestens 60 Kilometer gesamter Fließlänge oder einer Wasserführung von mindestens 20?m³/s aufgeführt. Zusätzlich zu erwähnen ist die 32 Kilometer lange, in den Untersee mündende Radolfzeller Aach, da sie Wasser aus der Donauversickerung aufnimmt.

{| class="wikitable sortable"
|- class="hintergrundfarbe5"
! Rhein-Km
! align="left"| R/L
! Nebenfluss
! width="50" align="left"| <small> Länge in km </small>
! width="50" align="left"| <small> Einzugsgebiet in km² </small>
! width="50" align="left"| <small> mittlerer Abfluss in m³/s </small>
! Flussabschnitt
|-
| '''*'''
| R
| Landquart
| align="right"|51
| align="right"|616
| align="right"|25
| Alpenrhein
|-
| '''*'''
| R
| Ill (Vorarlberg)
| align="right"|76
| align="right"|1281
| align="right"|66
| Alpenrhein
|-
| '''*'''
| R
| Bregenzer Ach
| align="right"|70
| align="right"|835
| align="right"|41
| Obersee
|-
| '''*'''
| R
| Argen
| align="right"|94
| align="right"|639
| align="right"|20
| Obersee
|-
|'''*'''
| R
| Schussen
| align="right"|62
| align="right"|782
| align="right"|11
| Obersee
|-
|
| L
| Thur (Rhein)
| align="right"|135
| align="right"|1696
| align="right"|47
| Hochrhein
|-
| 100,17
| R
| Wutach
| align="right"|90
| align="right"|1123
| align="right"|16
| Hochrhein
|-
| 102,20
| L
| Aare
| align="right"|288
| align="right"|17720
| align="right"|560
| Hochrhein
|-
| 164,49
| L
| Birs
| align="right"|73
| align="right"|922
| align="right"|15
| Hochrhein
|-
| 169,30
| R
| Wiese (Fluss)
| align="right"|57,8
| align="right"|453
| align="right"|12
| Oberrhein
|-
| 253,50
| R
| Elz
| align="right"|90
| align="right"|1481
| align="right"|26
| Oberrhein
|-
| 298,16
| R
| Kinzig
| align="right"|93
| align="right"|1406
| align="right"|28
| Oberrhein
|-
| 311,19
| L
| Ill (Elsass)
| align="right"|217
| align="right"|4761
| align="right"|54
| Oberrhein
|-
| 334,50
| L
| Moder
| align="right"|82
| align="right"|1720
| align="right"|17
| Oberrhein
|-
| 343,95
| L
| Sauer
| align="right"|70
| align="right"|806
| align="right"|6
| Oberrhein
|-
| 344,45
| R
| Murg
| align="right"|79
| align="right"|617
| align="right"|18
| Oberrhein
|-
| 355,50
| L
| Lauter
| align="right"|74
| align="right"|382
| align="right"|3
| Oberrhein
|-
|
| R
| Pfinz
| align="right"|60
| align="right"|240
| align="right"|2
| Oberrhein
|-
|
| L
| Speyerbach
| align="right"|60
| align="right"|596
| align="right"|3
| Oberrhein
|-
|
| R
| Neckar
| align="right"|384
| align="right"|13900
| align="right"|145
| Oberrhein
|-
|
| R
| Main
| align="right"|553
| align="right"|27292
| align="right"|211
| Oberrhein
|-
|
| L
| Selz
| align="right"|63
| align="right"|389
| align="right"|1
| Oberrhein
|-
|
| L
| Nahe
| align="right"|116
| align="right"|4067
| align="right"|30
| Oberrhein
|-
|
| R
| Lahn
| align="right"|250
| align="right"|5925
| align="right"|52
| Mittelrhein
|-
|
| L
| Mosel
| align="right"|558
| align="right"|28286
| align="right"|320
| Mittelrhein
|-
|
| R
| Wied
| align="right"|102
| align="right"|771
| align="right"|12
| Mittelrhein
|-
|
| L
| Ahr
| align="right"|89
| align="right"|900
| align="right"|8
| Mittelrhein
|-
| 659,35
| R
| Sieg
| align="right"|156
| align="right"|2857
| align="right"|53
| Niederrhein
|-
|
| R
| Wupper
| align="right"|117
| align="right"|827
| align="right"|17
| Niederrhein
|-
|
| L
| Erft
| align="right"|103
| align="right"|1838
| align="right"|16
| Niederrhein
|-
|
| R
| Ruhr
| align="right"|221
| align="right"|4485
| align="right"|81
| Niederrhein
|-
|
| R
| Emscher
| align="right"|84
| align="right"|775
| align="right"|16
| Niederrhein
|-
| 814,45
| R
| Lippe
| align="right"|268
| align="right"|4888
| align="right"|45
| Niederrhein
|-
|
| L
| Maas ''(1904?1970 eigenständig)''
| align="right"|874
| align="right"|34548
| align="right"|357
| Delta (Waal, Hollands Diep)
|-
| 1012,7
| L (abzw.)
| Oude Maas
| align="right"|30
| align="right"|
|

| Delta (Nieuwe Maas)
|-
| ''(zur Issel)''
| R
| Alte Issel
| align="right"|80
| align="right"|1208
| align="right"|9
| Delta (IJssel)
|-
| ''(zur Issel)''
| R
| Berkel
| align="right"|115
| align="right"|849
| align="right"|9
| Delta (IJssel)
|-
| ''(zur Issel)''
| R
| Schipbeek
| align="right"|86
| align="right"|352
| align="right"|4
| Delta (IJssel)
|-
| ''(zur Issel)''
| R
| Vechte
| align="right"|182
| align="right"|5741
| align="right"|50
| Delta (IJssel)
|}
'''*''' oberhalb Rheinkilometer 0 (Konstanz)

Inseln

Die Rheininseln werden je nach geographischer Lage oder Sprachgebrauch als ''Wörth'', ''Werth/Werd'' (vgl. Insel Werd im Untersee), ''Aue'' oder einfach als ''Insel'' bezeichnet. Einige Inseln sind, bedingt durch Strombaumaßnahmen, keine Inseln im wörtlichen Sinne mehr, werden aber immer noch so bezeichnet. In den meisten von der Großschifffahrt nicht mehr befahrbaren Stromarmen sind Yachthäfen entstanden. Im Ober- und Niederrhein sind wegen der Rheinbegradigung keine Inseln mehr in der Strommitte vorhanden, d.?h., sie liegen in Ufernähe rechts- oder linksseitig.

Siedlungen

Großstadtgemeinden

An den Ufern des Rheins befinden sich 20 Gemeinden mit 100.000 und mehr Einwohnern. Nicht wenige gingen aus römischen Siedlungen hervor, wie Basel, Straßburg, Mainz, Koblenz, Bonn, Köln, Neuss, Nimwegen, Utrecht und Leiden. Diese gehören zu den wichtigsten Rheinstädten und liegen alle am linken Rheinufer, was mit der Rolle des Rheins als Grenze des Römischen Reiches zusammenhängt. Unter den rechtsrheinischen Großstädten finden sich mit Karlsruhe, Mannheim, Wiesbaden und Düsseldorf auffallend viele jüngere Residenzstädte.

Die größte Rheinstadt mit rund einer Million Einwohnern ist Köln, gefolgt von Rotterdam und Düsseldorf mit gut 600.000 Einwohnern sowie Duisburg mit knapp 500.000. Über 250.000 Bewohner weisen die Städte Utrecht, Bonn, Karlsruhe, Mannheim, Straßburg und Wiesbaden auf. Orte mit staatlichen Hauptstadtfunktionen sind Chur, Vaduz, Bregenz, Schaffhausen, Basel, Wiesbaden, Mainz und Düsseldorf, früher gehörten auch Karlsruhe und Bonn in diese Liste (beide wurden durch bedeutende Bundeseinrichtungen für diesen Verlust entschädigt). Die Regierungssitze dreier Bundesländer Deutschlands liegen also am Rhein. Die Rheingroßstädte sind zumeist Zentren von weitaus größeren unmittelbar zusammenhängenden Siedlungsgebieten (Agglomerationen), die im nächsten Kapitel behandelt sind.

Die folgenden, auf ganze 1.000 gerundeten Einwohnerzahlen beziehen sich auf den 31. Dezember 2018:
{| class="wikitable sortable"
|- class="hintergrundfarbe5"
! align="left"| Rhein-km
! Großstadtgemeinde
! align="left"| Ewz.
! Rheinabschnitt
! Ufer des Stadtkerns
|-
|align="right"| 167 || Basel || align="right"|172.000 || Oberrhein || L (Grossbasel)
|-
|align="right"| 294 || Straßburg || align="right"|279.000 || Oberrhein || L (nicht unmittelbar, an der Ill)
|-
|align="right"| 359 || Karlsruhe || align="right"|313.000 || Oberrhein || R (nicht unmittelbar)
|-
|align="right"| 425 || Mannheim || align="right"|309.000 || Oberrhein || R
|-
|align="right"| 425 || Ludwigshafen || align="right"|171.000 || Oberrhein || L
|-
|align="right"| 499 || Mainz || align="right"|217.000 || Oberrhein || L
|-
|align="right"| 503 || Wiesbaden || align="right"|278.000 || Oberrhein || R
|-
|align="right"| 591 || Koblenz || align="right"|114.000 || Mittelrhein || L
|-
|align="right"| 655 || Bonn || align="right"|327.000 || Mittelrhein || L
|-
|align="right"| 688 || Köln || align="right"|1.086.000 || Niederrhein || L
|-
|align="right"| 699 || Leverkusen || align="right"|164.000 || Niederrhein || R
|-
|align="right"| 740 || Neuss || align="right"|154.000 || Niederrhein || L
|-
|align="right"| 743 || Düsseldorf || align="right"|619.000 || Niederrhein || R
|-
|align="right"| 762 || Krefeld || align="right"|227.000 || Niederrhein || L
|-
|align="right"| 777 || Duisburg || align="right"|499.000 || Niederrhein || R
|-
|align="right"| 884 || Nimwegen || align="right"|176.000 || Delta || L (Waal)
|-
|align="right"| 1000 || Rotterdam || align="right"|646.000 || Delta || R (Nieuwe Maas)
|-
|align="right"| (Nederrijn) || Arnheim || align="right"|159.000 || Delta || R (Nederrijn)
|-
|align="right"| (Oude Rijn) || Utrecht || align="right"|353.000 || Delta || R (Oude Rijn)
|-
|align="right"| (Oude Rijn) || Leiden || align="right"|125.000 || Delta || R (Oude Rijn)
|}

Agglomerationen

Am Rhein liegen 17 Agglomerationen mit mehr als 100.000 Einwohnern. (Unter Agglomeration soll hier eine zusammenhängende Siedlungsfläche verstanden werden, die von staatlichen oder kommunalen Grenzen durchschnitten ist.) Die drei größten Agglomerationen und mit mehr als einer Million Einwohnern sind das Ruhrgebiet, Köln und Mannheim. Über 500.000 Bewohner weisen mit Bonn, Düsseldorf, Rotterdam, Mainz-Wiesbaden, Basel und Karlsruhe weitere sechs Agglomerationen auf. Die von Straßburg, Utrecht und Koblenz haben über 200.000 Einwohner. Abgesehen vom Ruhrgebiet handelt es sich um monozentrische Agglomerationen. Über Staatsgrenzen hinweg gehen die drei Agglomerationen von Konstanz, Basel und Straßburg. Der Rhein bildet die Hauptentwicklungsachse der Blauen Banane, des zentralen Verdichtungsraums Europas.

{| class="wikitable sortable"
|- class="hintergrundfarbe5"
! align="right"| Rhein-km
! Agglomeration
! align="right"| Ewz.
! Rheinabschnitt
! width="300" align="left"| Größte Gemeinden der Agglomeration
|-
|align="right"| 0
|Konstanz
|align="right"|111.000
|Seerhein
|Konstanz, Kreuzlingen
|-
|align="right"| 165
|Basel
|align="right"|731.000
|Oberrhein
|Basel, Saint-Louis, Huningue, Weil am Rhein, Lörrach, Birsfelden, Allschwil, Binningen, Reinach, Münchenstein, Muttenz, Dornach
|-
|align="right"| 287
|Straßburg
| align="right"|475.000
|Oberrhein
|Straßburg, Kehl, Schiltigheim
|-
|align="right"| 362 || Karlsruhe || align="right"|600.161 || Oberrhein
|Karlsruhe
|-
|align="right"| 425 || Mannheim || align="right"|1.579.252 || Oberrhein
|Mannheim, Ludwigshafen
|-
|align="right"| 500 || Mainz-Wiesbaden || align="right"|795.725 || Oberrhein
|Mainz, Wiesbaden, Ingelheim
|-
|align="right"| 591 || Koblenz || align="right"|280.000 || Mittelrhein
|Koblenz, Neuwied, Andernach
|-
|align="right"| 655 || Bonn || align="right"|899.753 || Mittelrhein/Niederrhein
|Bonn, Siegburg, Troisdorf
|-
|align="right"| 688 || Köln || align="right"|1.846.241 || Niederrhein
|Köln, Leverkusen, Hürth, Frechen, Brühl, Wesseling
|-
|align="right"| 743 || Düsseldorf || align="right"|824.000 || Niederrhein
|Düsseldorf, Neuss, Dormagen, Ratingen
|-
|align="right"| 775 || Ruhrgebiet || align="right"|5.300.000 || Niederrhein
|Duisburg, Wesel, Mülheim an der Ruhr, Essen, Bochum, Dortmund ''(polyzentrische Agglomeration)''
|-
|align="right"|884 || Nimwegen || align="right"|161.000 || Delta
|Nimwegen
|-
|align="right"| 975 || Dordrecht || align="right"|195.000 || Delta
|Dordrecht, Papendrecht, Zwijndrecht
|-
|align="right"| 1000 || Rotterdam || align="right"|820.000 || Delta
|Rotterdam, Schiedam, Vlaardingen, Spijkenisse, Rozenburg
|-
|align="right"| (Nederrijn) || Arnheim || align="right"|143.000 || Delta
|Arnheim
|-
|align="right"| (Oude Rijn) || Utrecht || align="right"|365.000 || Delta
|Utrecht, De Bilt, Maarssen
|-
|align="right"| (Oude Rijn) || Leiden || align="right"|189.000 || Delta
|Leiden, Leiderdorp, Voorschoten, Oegstgeest
|}

Mittelstädte und Gemeinden

Zu den bedeutendsten Mittelstädten (20.000?100.000 Einwohner) gehören oberhalb Basels Chur, Bregenz, Konstanz und Schaffhausen, am Oberrhein Kehl, Speyer, Worms und Ingelheim, am Mittelrhein Bingen, Andernach, Neuwied und Königswinter, am Niederrhein Wesseling, Dormagen, Meerbusch, Monheim, Wesel und Emmerich sowie im Delta Dordrecht, Deventer und Zwolle.

Zu den bedeutendsten Gemeinden unter 20.000 Einwohnern gehören Vaduz, Kreuzlingen, Stein am Rhein, Breisach am Rhein, Rüdesheim und Remagen.

Geologie

Der Rhein begann mit dem Einbrechen des Mittelrheingrabens im Rheinischen Schiefergebirge vor ca. 30 Mio. Jahren im Tertiär (Oligozän). Er begann bei Brohl und mündete bei Bonn ins Meer. Die Flusssysteme, die das Rheinische Schiefergebirge, das sich vor 300 Mio. Jahren (im Oberkarbon) aus dem Meer gehoben hatte, vorher entwässert hatten, sind überwiegend nicht bekannt.

In den nächsten Mio. Jahren verlängerte sich der Rhein nach Norden hin dadurch, dass das Meer sich langsam zurückzog. Dabei nutzte er den Niederrheinischen Grabenbruch (gehört zum Europäischen Riftsystem, das sich von Schottland bis zum Mittelmeer zieht. Der Mittelrheingraben war der Teil der Verbindung, die bis dahin noch gefehlt hatte.) und floss in einem Delta zwischen Roermond und Emden in die Nordsee. Während der Elster-Eiszeit (vor ca. 500.000 Jahren) und dann später ab der Saale-Eiszeit (vor ca. 400.000 Jahren) wurde er durch die Eismassen nach Westen abgedrängt. Dabei blieb es bis heute. Vor ca. 1 Mio. Jahren senkte sich das Delta. Als während der Elster-Eiszeit der Kontinentalschelf und damit der Ärmelkanal trocken lag, floss er durch den Ärmelkanal und mündete erst zwischen Cornwall und der Bretagne ins Meer. Er war zu dieser Zeit doppelt so lang wie heute.

Der Urrhein hatte teilweise ein anderes Flussbett als heute. Er floss ab etwa Worms über die Gegend von Alzey mitten durch Rheinhessen und auf die Binger Pforte zu. Die Gegend um Oppenheim und Mainz ließ er dabei rechts liegen.

Nach Süden hin verlängerte sich der Rhein in den nächsten Millionen Jahren dadurch, dass die Alpen und damit das gesamte südliche Gelände sich ab dem späten Mitteloligozän, vor ca. 28 Mio. Jahren, nach und nach hoben. Vor ca. 5 Mio. Jahren, zu Beginn des Pliozäns (im Tertiär) lag der Beginn des Rheins noch nördlich des Kaiserstuhls. Vor ca. 1,9 Mio. Jahren (Pliozän/Pleistozän) begann der Hochrhein im Alpenvorland, dem Rhein zuzufließen. Der Hochrhein floss bis zum Tertiär nicht Richtung Norden in die Nordsee, sondern bog beim heutigen Basel ab, durchquerte die Burgundische Pforte und mündete in die Rhone und damit letztlich ins Mittelmeer. Während der Cromer-Eiszeit vor ca. 730.000 Jahren (Mittelpleistozän) wurden die Wasser des Alpenrheins, die vorher zur Donau geflossen waren, durch die Eismassen des Rheingletschers in Richtung Hochrhein/Bodensee gedrängt. Dadurch verlängerte sich der Rheinlauf letztmals.

Geologische und geomorphologische Vorgänge haben die Talverläufe und -formen des Rheins geprägt. So floss der Rhein in frühen Erdzeitaltern in Mäandern auf breitem und flachem Talgrund, der heute noch auf den Rheinhöhen zu erahnen und durch Rheinschotter nachzuweisen ist. Senkungen wie die Kölner Bucht bewirkten, dass der Rhein ins Mittelgebirgsvorland Sand und Schotter ablagerte und Hebungen wie im Rheinischen Schiefergebirge, dass er sich in Zwangsmäandern eintiefte. Da die Landschaft sich in Schüben hob, bildete er bei Stillstand jeweils einen breiten Talboden aus, in den er sich bei der nächsten Hebung wiederum einschnitt. Flussterrassen in gleicher Höhe beiderseits des Flusses zeigen heute diese verschiedenen Hebungsphasen an. Die jüngste und niedrigste der Terrassen ist die ''Inselterrasse'' im Flusslauf selbst. Im Schotterfächer des Rheins ab der Kölner Bucht unterscheidet man Niederterrasse, Mittelterrasse und Rheinische Hauptterrasse. Außer der Tektonik wirkten bei deren Bildung auch die Unterschiede im Wasserabfluss zwischen den Kalt- und Warmzeiten der Eiszeit entscheidend mit.

Der Rhein war mehrfach von Zufluss durch Lava aus der Eifel betroffen. Auch heute noch treten im Flussbett des Rheins im Bereich des Neuwieder Beckens Gasblasen (Mofetten) empor, ähnlich wie dies auch im Laacher See zu beobachten ist, was von Vulkanologen auf vulkanische Aktivitäten unterhalb des Rheins zurückgeführt wird.

Klima und Hydrologie

Hochwasser

Am Oberrhein haben die Länder Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz einige Hochwasserschutzpolder eingerichtet, um Hochwasserspitzen abfangen zu können. Der Polder Ingelheim wurde erstmals am 16. Januar 2011 geflutet.

{| class="wikitable"
|+ Liste der Rheinhochwasser
! rowspan="2"| !!rowspan=2|Datum!!colspan=3| Pegelstände!!rowspan=2|Weiteres
|-
! !! Mainz !! Köln
|-
|Mittelwert
Wasserstand (MW) || || 516?cm || 301?cm || 321?cm ||
|-
| Rheinhochwasser 2018 || align=right| Januar 2018 || 845?cm || 639?cm || 878?cm || in Verbindung mit Sturmtief Burglind
|-
| Rheinhochwasser 2013 || align=right| Juni 2013 || 870?cm || 682?cm || 765?cm ||
|-
| Rheinhochwasser 2011 || align=right| Januar 2011 || 736?cm || 649?cm || 891?cm ||
|-
| Rheinhochwasser 2007 || align=right| August 2007 || 858?cm || 533?cm || ||
|-
| Rheinhochwasser 2002 || align=right| Mai 2002 || 750?cm || 632?cm || ||
|-
| Rheinhochwasser 1999 || align=right| Mai 1999 || 884?cm || 672?cm || || höchstes bisher gemessenes
Hochwasser am Oberrhein
|-
| Rheinhochwasser 1995 || align=right| Januar 1995 || 845?cm || 703?cm || 1069?cm ||
|-
| Rheinhochwasser 1994 || align=right| Mai 1994 || 834?cm || 506?cm || ||
|-
| Rheinhochwasser 1993

 |align=right|Dezember 1993 || 749?cm || 677?cm || 1063?cm || 

|-
| Rheinhochwasser 1991 || align=right|Dezember 1991 || 823?cm || 534?cm || ||
|-
| Rheinhochwasser 1990 || align=right| Februar 1990 || 855?cm || 630?cm || 863?cm ||
|-
| Rheinhochwasser 1988 || align=right| März 1988 || 845?cm || 770?cm || 995?cm ||
|-
| Rheinhochwasser 1987 || align=right| Juni 1987 || 823?cm || 704?cm || ||
|-
| Rheinhochwasser 1983 || align=right| Mai 1983 || 859?cm || 704?cm || 996?cm ||
|-
| Rheinhochwasser 1983 || align=right| April 1983 || 847?cm || 706?cm || 984?cm ||
|-
| Rheinhochwasser 1980 || align=right| Februar 1980 || 841?cm || 685?cm || 931?cm ||
|-
| Rheinhochwasser 1978 || align=right| Mai 1978 || 847?cm || || 764?cm ||
|-
| Rheinhochwasser 1970 || align=right| Februar 1970 || || 737?cm || </ref> ||
|-
| Rheinhochwasser 1955 || align=right| Januar 1955 || || || 694?cm ||
|-
| Rheinhochwasser 1926 || align=right| Januar 1926 || || || 1069?cm ||
|-
| Rheinhochwasser 1882 || align=right|Dezember 1882 || || || 1052?cm ||
|-
| Rheinhochwasser 1882 || align=right|November 1882 || || 795?cm || || höchstes bisher gemessenes
Hochwasser in Mainz
|-
| Rheinhochwasser 1833 || align=right| Januar 1833 || || 793?cm || 994?cm ||
|-
| || align=right| 1816 || || || || Überschwemmungen am Niederrhein,
was im Folgejahr zu einer Hungersnot führte
|-
|Rheinhochwasser 1784 || align=right|27. Februar 1784 || || || 1384?cm
|mit Eisstau
|-
|Rheinhochwasser 1374 || || || || 1152?cm ||
|-
|Magdalenenhochwasser 1342
|}

Niedrigwasser

  • Oktober 2018, Tiefststände: Pegel Koblenz am 22. Oktober 2018: 0,17?m; Köln am 23. Oktober 2018: 0,67?m<ref name="Koblenzrheinw">bafg.de</ref>
  • November 2011, Pegelstand in Koblenz am 28. November: 0,38?m,<ref name="Koblenzrheinw" /> in Kaub am 30. November: 0,47?m
  • April/ Mai 2011, 90-jähriger Mai-Tiefststand (Köln): 1,25?m,<ref name="koeln.de_11-5-011">dapd-nrw, 10. Mai 2011: ''Rhein-Pegel erreicht Rekordtiefstand.'' In: koeln.de (3. November 2011)</ref> historischer Tiefststand in Düsseldorf: 1,07?m<ref name="focus-622568"></ref>
  • Sept./Okt. 2009 (Rhein gesamt), Pegelstand in Koblenz: 0,93?m
  • September 2003 (Rhein gesamt), historischer Tiefststand, Pegelstand in Kaub: 0,35?m; in Mainz 1,24?m;
  • November 1997 (Rhein gesamt), Pegelstand in Koblenz: 0,87?m
  • Oktober 1985 (Rhein gesamt), Pegelstand in Koblenz: 0,72?m
  • Jahrhundertsommer 1976: ?Europas große Dürre?, extreme Trockenheit, ausgetrocknetes Land, verdorrte Äcker, niedrige Pegelstände, Vieh muss notgeschlachtet werden, bis 38°
  • Dezember 1962 Oberrhein Pegelstand Mainz: 1,17?m
  • November 1947 Oberrhein, Pegelstand in Mainz: 1,10?m.
  • Januar 1947 (Rhein gesamt), Pegelstand in Koblenz: 0,43?m

Das Tiefstwasser im Spätherbst 2011 führte in Koblenz am 4. Dezember zur größten Evakuierung seit dem Zweiten Weltkrieg, weil im Rhein unter anderem eine britische 1,8-Tonnen-Luftmine entdeckt und entschärft wurde.

Eine alljährlich wiederkehrende meteorologische Erscheinung, die in der zweiten Novemberhälfte vermehrt Regenwetterlagen hervorruft, ändert den Wasserstand regelmäßig deutlich. Diese Erscheinung wird auch Adventswasser genannt.

Eisbildung

In der Vergangenheit fror der Rhein immer wieder ganz oder teilweise zu (Eisgang). Im Winter 1783/84 mit anschließendem Temperatursturz führte dies zu gewaltigen Katastrophen (s.?o. Hochwasser). Im Jahr 1929 war der Fluss fast auf seiner gesamten Länge zugefroren. Der Wiesbadener Filmpionier Georg Dengel hielt dieses Naturschauspiel mit seinem Dokumentarfilm ''Der Rhein in Eisfesseln'' Im Winter 1962/63 war der Rhein das letzte Mal streckenweise zugefroren. An der Loreley staute sich das Eis so stark, dass keine Eisbrecher mehr durchkamen, es wurde gesprengt. Auf der Waal waren oberhalb Zaltbommel mehrere Schiffe mitten im Strom festgefahren. Da die Niederländer fürchteten, dass beim Losbrechen des Eisstaus die Schiffe die Brücke von Zaltbommel zum Einsturz bringen könnten, sollten die Schiffe gesprengt werden. Sozusagen im letzten Moment konnten Eisbrecher die Schiffe befreien. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden diese Ereignisse durch die zunehmende Einleitung von Abwässern und der Abwärme in den Kühlwassern von Wärmekraftwerken immer seltener. In kalten Wintern kommt es wegen der geringeren Strömungsgeschwindigkeit im niederländischen Fahrgebiet manchmal noch zur Eisbildung.

Als es noch keine Kühlschränke gab, wurde das Eis aus dem Rhein in Stroh verpackt in Felsenkellern gelagert und im Sommer verkauft. Auch Kirmesfeste fanden auf dem Rhein statt, und man nutzte die Eisdecke, um mit Fuhrwerken zum anderen Ufer zu gelangen.

Gefährlich werden Eisstaus, wenn die oberhalb liegenden Orte durch Hochwasser gefährdet werden, oder wenn sich das Eis in Bewegung setzt. Dann können Uferbereiche größere Zerstörungen erfahren.

Umwelt

Fauna

Einen Gesamtüberblick über die Fauna des Rheins und ihre Veränderungen im Verlauf der Zeit gibt es nicht. Im Vergleich zu heute kann man für die Zeit vor den großen Begradigungen und Uferverbauungen und vor den starken anorganisch- und organisch-chemischen Belastungen infolge Industrie und verstärktem Bevölkerungsanstieg, d.?h. bis etwa in die Mitte des 19. Jahrhunderts, von einer deutlich reichhaltigeren einheimischen Fauna ausgehen, der praktisch keine durch den Menschen verursachten Einschleppungen (.

Wirbellose

Die Arten größerer Wirbellosen (das tierische Makrobenthos) sind von größenordnungsmäßig rund 160 Arten im Niederrhein um das Jahr 1900 auf rund 25 Arten im Jahre 1971 zurückgegangen und haben sich erst ab den 1980er Jahren wieder deutlich erholt. Sie erreichten gegen 2000 wieder um die 130 Arten. Hinzu kamen während des 20. Jahrhunderts zunehmend mehr eingeschleppte Arten, die um 1998 bereits rund 20 zusätzliche, teilweise massenhaft vorkommende Arten darstellen. Von der Biomasse her dominieren sie heute die Fauna des tierischen Makrobenthos im Rhein.

Fische

Zurzeit beherbergt der Rhein wieder 63 Fischarten, lediglich der Stör fehlt. Alle auffindbaren Fische sind essbar. Durch den Bau von Fischtreppen an den Wehren können heute auch wieder Wanderfische wie Lachs und Meerforelle bis zum Oberrhein und in die Nebenflüsse aufsteigen und dort laichen. Auch die Artenvielfalt von Muscheln, Schnecken und Insekten hat zugenommen, es sind auch Neueinwanderer darunter.

Den Hauptanteil an den Fischarten haben: am Niederrhein haben ihre Bestände vergrößert. Der Lachs vermehrt sich seit 1994 in einigen Nebenflüssen zunehmend natürlich. Die Anzahl der Kleintiere lag im Jahr 2000 fast so hoch wie vor 100 Jahren.

Im Niederrhein wurden seit etwa 1800 immer etwa 33 bis 39 einheimische Fischarten gefunden, wobei die unterste Zahl in der Zeit um 1910 bis 1950 auftrat. Der Anteil der eingeführten gebietsfremden Fischarten vergrößerte sich dabei von ursprünglich ein bis zwei Arten im 19. Jahrhundert auf etwa elf Arten in den 1990er Jahren.

Wasservögel

Der Rhein ist vom Bodensee bis zu seiner Mündung ein wichtiges Rast- und Überwinterungsgebiet. Er dient auch anderen Vogelarten als Leitlinie beim Vogelzug.

Der Winterbestand an Wasservögeln betrug im Jahr 2000 etwa zwei Millionen Exemplare, verteilt auf 42 Arten. Die wichtigsten Arten sind:

Biotoptypen

Verschmutzung

Plastikfracht

Als vermutlich erster Meereszufluss weltweit wurde 2014 der Rhein durch die an der Hochschule Furtwangen geht von einer jährlichen Mikroplastikfracht vom Rhein in die Nordsee von mindestens acht Tonnen aus.

2015 folgten Untersuchungen durch die .</ref>

Um die Ufer des Rheins von , 16. September 2018, abgerufen am 16. September 2018.</ref>

Schadstoffbelastung

{| class="wikitable float-right"
|+ Schadstoffbelastung des Rheins 1985, 1992 und 2000 (Angaben in t)
|-
! style="background-color:#EFEFEF;"| Schadstoff
! style="background-color:#EFEFEF;"| 1985
! style="background-color:#EFEFEF;"| 1992
! style="background-color:#EFEFEF;"| 2000
|-
| Ammonium-N2
| align="right" | 37.000
| align="right" | 16.800
| align="right" | 6.800
|-
| AOX
| align="right" | 4.675
| align="right" | 890
| align="right" | 1.100
|-
| Blei
| align="right" | 550
| align="right" | 330
| align="right" | 250
|-
| Cadmium
| align="right" | 9
| align="right" | 5,9
| align="right" | 5,1
|-
| Chrom
| align="right" | 500
| align="right" | 220
| align="right" | 150
|-
| Phosphor (total)
| align="right" | 32.000
| align="right" | 13.000
| align="right" | 13.000
|-
| Quecksilber
| align="right" | 6
| align="right" | 3,2
| align="right" | 1,6
|-
| Zink
| align="right" | 3.600
| align="right" | 1.900
| align="right" | 1.400
|}

Nach den Angaben des Umweltbundesamtes, das für Deutschland ökologische Aufgaben wahrnimmt, nimmt die Schadstoffbelastung des Rheins seit 1960 kontinuierlich ab. Dies ist einerseits auf die systematische Abwasserreinigung durch den Bau von Kläranlagen zurückzuführen und andererseits auf die Tatsache, dass die Industrie immer weniger mit Chemikalien und Schwermetallen belastete Abwässer in den Rhein einleitet. Die oberelsässischen Kaligruben leiten aber immer noch einen großen Teil nicht brauchbarer Salze in den Rhein ab, obwohl diese Einleitungen nach einem Schadensersatzprozess der Stadt Amsterdam vor dem Gericht in Straßburg reduziert sein sollen. Heute leben wieder etwa 63 Fischarten im Rhein. Trotz der deutlichen Reduzierung der Gewässerbelastung durch Haushalts- und Industrieabwässer transportiert der Rhein noch immer Schwermetalle und Chemikalien wie Pestizide in Richtung Nordsee und belastet damit die Trinkwasserversorgung der Rheinanlieger. Die in der Tabelle angegebenen Werte beziehen sich auf die Messstelle Bimmen am Niederrhein. Diese Daten werden von der Internationalen Kommission zum Schutze des Rheins veröffentlicht. Diese Kommission besteht seit 1950. Einfluss und Bedeutung bekam sie aber erst nach 1986.

Am 1. November 1986 ereignete sich der Großbrand von Schweizerhalle. In einer Lagerhalle der Firma Sandoz in Schweizerhalle bei Basel am Rhein brach ein Feuer aus, mit dem Löschwasser gelangten Chemikalien (insbesondere Phosphorsäureester und Quecksilberverbindungen) in den Rhein und vernichteten dort einen großen Teil des tierischen und pflanzlichen Lebens. Nach dem Brand bei Sandoz schien der Rhein auf weiten Strecken tot zu sein, doch erholte er sich in den folgenden Monaten und Jahren durch Hochwasser und Wiederbesiedlung. Durch verstärkten Aus- und Neubau von Kläranlagen und weitere Maßnahmen zum Gewässerschutz hat sich die Rheinbiozönose daher wieder erholt, war danach aber stärker von Neozoen besiedelt als zuvor. Nicht zuletzt als Folge dieses Unfalls wurde die Löschwasserrückhalterichtlinie erlassen. Sollte dennoch eine Schadenslage auftreten, so wird Rheinalarm ausgelöst.

Andere den Rhein belastende Giftstoffe, zum Beispiel Pestizide und Rückstände von Medikamenten, Kosmetika und Reinigungsmitteln sind in der Tabelle noch nicht berücksichtigt.

Wirtschaftliche Nutzung

Trinkwasser

Viele Städte entnehmen Wasser aus dem Rhein zur Trinkwassergewinnung, dabei handelt es sich meist um Uferfiltrat wie bei dem Wasserwerk Koblenz-Oberwerth oder dem Wasserwerk auf der Petersaue, das die Stadt Mainz versorgt. Die Niederlande sind darauf besonders angewiesen.

Es gibt auch Verfahren mit einem System von Schluckbrunnen und Förderbrunnen wie im Wasserwerk Schierstein, das an der Wasserversorgung Wiesbadens einen erheblichen Anteil hat.

Um bei Unfällen mit wassergefährdenden Stoffen schnell reagieren zu können, wurden mit dem Warn- und Alarmplan Rhein sieben internationale Hauptwarnzentralen zwischen Basel und Arnhem eingerichtet. Die Ausbreitungsgeschwindigkeit einer Schadstoffwelle kann über eine mathematische Simulation (Rheinfließzeitmodell) ermittelt werden.

Weinanbau und Weinkultur

Der Weinanbau prägt den Natur- und Kulturraum des Rheins. Landschaftsnamen wie Rheingau, Rheinhessen oder Kaiserstuhl (Baden) sind gleichzeitig Weinbaugebiete. Besonders schwer ist der Weinanbau in den Steillagen des Mittelrheintales. An vielen Stellen war die Umwandlung in großflächigere mit Maschinen bebaubare Parzellen nicht möglich. Da aber der Wein in den Steillagen der schiefrigen Hänge besonders gut wird, lohnt sich hier doch manche Mühe. Der Wein ist ein Wirtschaftsfaktor für die Region.

Kraftwerke am Rhein

Wasserkraftwerke

An den Quellflüssen des Rheins erzeugen die Kraftwerke Hinterrhein und die Kraftwerke Vorderrhein mit mehreren Speicherseen und Kraftwerkszentralen elektrischen Strom. Vom Alpenrhein bis zum mittleren Oberrhein gibt es zahlreiche Laufwasserkraftwerke.

Steinkohlekraftwerke

Zu den großen Dampfkraftwerken am Oberrhein, die mit Steinkohle betrieben werden und dem Fluss Kühlwasser entnehmen, zählen das Rheinhafen-Dampfkraftwerk Karlsruhe und das Grosskraftwerk Mannheim. Am Niederrhein liegen das Kraftwerk Duisburg-Walsum, das Kraftwerk Voerde sowie das ehemalige Kraftwerk Reisholz (1908?1966), das 1918 das größte Steinkohlekraftwerk der Welt war.

Kernkraftwerke

Am Rhein befinden sich fünf Kernkraftwerke mit insgesamt acht Reaktorblöcken, wovon noch drei Kernkraftwerke mit vier Blöcken in Betrieb sind. Im Folgenden sind die Kernkraftwerke in Abflussrichtung des Rheins sortiert.

Leibstadt (CH)

Das Schweizer Kernkraftwerk Leibstadt (Rheinkilometer 107; bei Waldshut-Tiengen) hat einen Siedewasserreaktor. Dieser ging Ende 1984 in Betrieb; er hat eine elektrische Nettoleistung von 1220?MW.

Fessenheim (F)

Das Kernkraftwerk Fessenheim liegt an Rheinkilometer 210 in Frankreich auf der Westseite des Rheinseitenkanals ''(Grand Canal d?Alsace)''. Es hat zwei baugleiche Druckwasserreaktoren mit einer elektrischen Nettoleistung von je 880?Megawatt el. Bei einem Wirkungsgrad von ungefähr 33 % werden von beiden Reaktoren zusammen etwa 3.600?MW Abwärme in den Kanal geleitet; das KKW hat keine Kühltürme. Das entspricht dem Heizwert von etwa 360.000?Litern Öl pro Stunde. Laut französischer Genehmigung vom 26.?Mai 1972 darf der Rhein durch die beiden Blöcke des KKW im Juni, Juli und August um 4?°C, im September, Oktober, November, März, April und Mai um 6,5?°C erwärmt werden. Im Dezember, Januar und Februar darf der Rhein sogar um 7?°C wärmer werden. Bis auf 30?Grad darf das Atomkraftwerk den Rhein aufheizen.

Im einer der beiden Reaktoren ausgeschaltet werden.

Das Kernkraftwerk soll mit Inbetriebnahme eines neuen Europäischen Druckwasserreaktors im Kernkraftwerk Flamanville geschlossen werden. Diese soll, wie auch die Schließung, nach einem Dekret der französischen Regierung bis zum 11. April 2020 erfolgen.

Philippsburg (D)

Das deutsche Kernkraftwerk Philippsburg liegt am Rheinkilometer 389 und besteht aus zwei Reaktorblöcken. Block 1 ging 1979 ans Netz und wurde im März 2011 stillgelegt (Atom-Moratorium nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima); Block 2, ein Druckwasserreaktor mit einer nominellen Nettoleistung von 1.402?MW el, ging 1984/85 in Betrieb. Er wird teilweise mit Rheinwasser gekühlt. Er wird gemäß Atomausstieg 2011 spätestens am Jahresende 2019 abgeschaltet.

Biblis (D)

Das ehemalige deutsche Kernkraftwerk Biblis liegt an Rheinkilometer 455. Es hat zwei Reaktorblöcke von 1300?MW und nutzte den Rhein teilweise zur Kühlung. Um unabhängig von Rheintemperatur und -wasserführung zu sein, sind zusätzlich Kühltürme vorhanden. Das Kraftwerk wurde 2011 stillgelegt.

Mülheim-Kärlich (D)

Das Kernkraftwerk Mülheim-Kärlich war auf eine Leistung von 1.300 Megawatt ausgelegt. Seit seinem Bau durch den Energiekonzern RWE war das Kernkraftwerk umstritten, nicht zuletzt wegen seiner Lage im erdbebengefährdeten Neuwieder Becken. Wegen dieser Gefährdung wurde das Reaktorgebäude ohne neues Baugenehmigungsverfahren 70 Meter vom ursprünglich geplanten Standort errichtet.

Dies führte dazu, dass das Kernkraftwerk 1988 ? nach knapp zwei Jahren im Probe- und genau 100 Tagen im Regelbetrieb ? aufgrund einer richterlichen Entscheidung vom Netz genommen werden musste. Die rheinland-pfälzische Landesregierung erteilte 1991 zwar eine veränderte Baugenehmigung, die vom Oberverwaltungsgericht Koblenz 1995 jedoch erneut aufgehoben wurde. Diese Entscheidung hat das Bundesverwaltungsgericht in Berlin 1998 in letzter Instanz bestätigt. Nach Meinung des Gerichts hätten die Erkenntnisse über die Erdbebengefährdung ein vollständig neues Genehmigungsverfahren erfordert. Im Jahr 2001 wurde das Kraftwerk endgültig stillgelegt.

Das KKW Mülheim-Kärlich ist das bisher größte seiner Art in Deutschland, das zurückgebaut wird. Nachdem 2002 die Uranbrennstäbe aus dem Reaktorblock entfernt wurden, begannen 2004 die eigentlichen Rückbauarbeiten, die bis Mitte der 2020er-Jahre abgeschlossen sein sollen. Nach seiner weitgehenden Dekontaminierung wurde der größte Teil des Kraftwerksgeländes an ein Recyclingunternehmen verkauft, das für 2015 den Abriss des 160 Meter hohen Kühlturms plante. Die Kosten für den Rückbau des gesamten KKW wurden auf ca. 750 Mio. Euro geschätzt. 2016 trat das Unternehmen jedoch vom Kaufvertrag zurück, sodass der Rückbau vertagt wurde.

Gewinnung von Rheingold

Eine Besonderheit aus der Geschichte der Nutzung war die Gewinnung von Gold aus dem Sand des Rheins zur Prägung von Flussgolddukaten. Sie sind durch die Umschrift EX AURO RHENI (= aus dem Gold des Rheins) erkennbar.

Verkehr

Der Rhein ist auf weite Strecken Schifffahrtsstraße und dazu beidseitig von Eisenbahnlinien und Autobahnen begleitet. Vor allem an Schnittstellen mit anderen Handelsachsen bildeten sich bedeutende Wirtschaftsstandorte aus (so Köln, Koblenz, Mainz, Ludwigshafen, Mannheim, Karlsruhe, Straßburg, Basel).

Für die Chemie mit Kohle/Teerfarben, die Petrochemie, die Kunststoffindustrie und die Ölraffinerien werden Kohle und Erdölprodukte billig herangeschafft und weiterverarbeitet; die Chlorchemie (Polyvinylchlorid) bekommt ihr Salz durch die Massentransportschifffahrt. Das Transportaufkommen 2005 betrug 236,765 Mio. Tonnen. Bedeutendster Wirtschaftsfaktor nach Handel und Industrie ist der Tourismus.

Rheinschifffahrt

Der Rhein ist von seinen Mündungsarmen im Rhein-Maas-Delta bis Basel für größere Schiffe und Schubverbände schiffbar. Von Breisach bis kurz vor Basel wird die Schifffahrt und der wesentliche Teil des Rheinwassers durch den vollständig auf französischem Gebiet liegenden Rheinseitenkanal geführt, der die Grenze bildende Restrhein hat für die Schifffahrt keine Bedeutung. Schiffe mit flachen Aufbauten, die in Basel die Mittlere Brücke passieren können, können bis zum Hafen Rheinfelden fahren.

Wegen der ausgebauten Fahrrinne und der jahreszeitlich ziemlich regelmäßigen Niederschläge in seinem Einzugsgebiet ist der Rhein heute von der Mündung bis zum Hafen Rheinfelden weitgehend problemlos ganzjährig schiffbar. Vor Abschluss des Ausbaus waren bis 1988 am Mittelrhein noch Lotsen üblich. Am Oberrhein, zwischen Mannheim und Iffezheim, sind gelegentlich immer noch Lotsen tätig. Oberhalb des Rheinfalls ist der Rhein bis zur Brücke bei Neuhausen am Rheinfall für jeden Schiffsverkehr gesperrt. Von der Rheinbrücke in Schaffhausen bis nach Konstanz besteht in den Sommermonaten eine durchgehende Schiffsverbindung; das Stauwehr in Schaffhausen sorgt in diesem Bereich für einen gleichbleibenden Wasserstand bis Diessenhofen. Da die dortige Brücke sehr niedrig ist, senken manche Schiffe für die Durchfahrt ihr Ruderhaus ab. Flussaufwärts von Stein am Rhein ist der Rhein nicht reguliert, daher je nach Wasserstand schiffbar. Der Alpenrhein ist für die Schifffahrt ganz gesperrt, der ?Alte Rhein? aber auf zwei Kilometern von der Mündung bis nach Rheineck?SG schiffbar.

Die Schifffahrt auf dem Rhein und seinen Zuflüssen hat eine lange Tradition, weil schon vor der Neuzeit wichtige Wirtschafts- und Industriegebiete Europas über das Flusssystem verbunden waren oder sogar an seinen Ufern lagen. Heute gehört der Rhein zu den am stärksten befahrenen Wasserstraßen der Welt.

Nach dem Wiener Kongress trat 1816 in Mainz eine Kommission (die spätere Zentralkommission für die Rheinschifffahrt) zusammen, um für die Rheinschifffahrt auf der Strecke von Basel bis zur Nordsee eine gemeinsame Übereinkunft der Rheinuferstaaten zu erarbeiten. Die ''Rheinschiffahrtsakte vom 31. März 1831 (Mainzer Akte)'' garantierte die Freiheit der Schifffahrt bis ins offene Meer, schaffte das Stapelrecht in Köln und Mainz ab und verpflichtete die Uferanliegerstaaten, Schifffahrtshindernisse zu beseitigen. Man begradigte ab 1817 den Oberrhein, damit er überhaupt erst gut schiffbar würde. Die ''Revidierte Rheinschiffahrtsakte vom 17. Oktober 1868 (Mannheimer Akte)'' enthält die überwiegend auch heute noch gültigen Grundsätze der Rheinschifffahrt und befreite die Schifffahrt von Abgaben und Zöllen. Man schuf Rheinschifffahrtsgerichte. Seit 1920 residiert im ''Palais du Rhin'' in Straßburg die Zentralkommission für die Rheinschifffahrt, in der die Schweiz, Frankreich, Deutschland, die Niederlande und Belgien vertreten sind.

Von Basel an rheinabwärts gilt die von der Zentralkommission für die Rheinschifffahrt beschlossene Rheinschifffahrtspolizeiverordnung sowie zahlreiche weitere, die Sicherheit des Verkehrs und der Schiffe regelnden Vorschriften. Die zulässigen Größen und Formationen der Schiffe und Schubverbände sind von Basel bis Bad Salzig (km 564,3) in der Wasserstraßenklasse VIb, anschließend in der Klasse VIc geregelt.

Die Uferstaaten übernehmen diese Vorschriften in ihr eigenes, nationales Recht. Die schifffahrtspolizeilichen Vollzugsaufgaben auf dem Rhein werden von den Anrainerstaaten auf ihrem jeweiligen Hoheitsgebiet wahrgenommen. Dazu haben die betroffenen deutschen Bundesländer die Wasserschutzpolizei eingesetzt. In Nordrhein-Westfalen untersteht sie der Direktion Wasserschutzpolizei beim Polizeipräsidium Duisburg. Mainz ist der Sitz des Wasserschutzpolizeiamtes Rheinland-Pfalz und in Mainz-Kastel ist die Wasserschutzpolizeiabteilung der Hessischen Bereitschaftspolizei ansässig. Das Regierungspräsidium Karlsruhe umfasst schließlich für Baden-Württemberg die Wasserschutzpolizei als Referat der Landespolizeidirektion.

Deutschland und Frankreich haben für die Strecke auf dem Oberrhein, auf der der Rhein die Grenze zwischen beiden Ländern bildet, im Jahr 2000 eine Zusammenarbeit bei der Wahrnehmung schifffahrtspolizeilicher Aufgaben vereinbart.

Bundeswasserstraße

Der Rhein ist auf der gesamten, auf deutschem Territorium verlaufenden Strecke eine Bundeswasserstraße.

Die Außenstelle der (km 759,7 ? 857,7 re/865,5 li) zuständig.

Kanalverbindungen

Der Rhein hat über Kanäle Verbindungen zu anderen Flüssen:

Des Weiteren gibt es einige unverwirklichte Schifffahrtskanalprojekte in den Alpen, die den Rhein mit Rhone oder Po verbunden hätten.

Rhein-Pegel

An Pegeln werden die aktuellen Wasserstände angezeigt und elektronisch gespeichert. Die Messwerte werden an die zuständige Wasser- und Schifffahrtsdirektion und an die Bundesanstalt für Gewässerkunde in Koblenz übertragen. Automatische Anrufbeantworter (in Deutschland Ortsvorwahl plus 19429) und behördliche Internetangebote der Anliegerstaaten informieren die Öffentlichkeit ständig über Veränderungen.

Die wichtigsten Schifffahrtspegel am Rhein sind: Konstanz, Rheinfelden, Basel-Rheinhalle, Iffezheim, Maxau, Speyer, Mannheim, Worms, Mainz, Oestrich, Bingen, Kaub, Koblenz, Andernach, Oberwinter, Bonn, Köln, Düsseldorf, Duisburg-Ruhrort, Wesel, Rees, Emmerich am Rhein, Lobith, Pannerdense Kop, IJsselkop, Nijmegen Hafen, Tiel, Zaltbommel, Vuren, Krimpen, Dordrecht und Rotterdam.

Am wichtigsten für die Schifffahrt innerhalb der frei fließenden Rheinstrecke sind die Pegel Duisburg-Ruhrort, Kaub und Karlsruhe-Maxau. Duisburg ist ausschlaggebend für die Strecke bis Koblenz, Kaub und Karlsruhe-Maxau für die südlicheren Rheinabschnitte. Die Wasserstände an den Pegeln (umgangssprachlich auch kurz: Pegelstände) sind wichtig für die Ladetiefe, die sich aus der möglichen Tauchtiefe bei Niedrigwasser bestimmt. Man lädt so beispielsweise 80 bis 120?cm ''auf den Pegel Kaub'' je nach Risikobereitschaft. Gegebenenfalls muss bei Niedrigwasser ein Hafen oder eine Reede angelaufen werden, um das Schiff zu leichtern. Für die Bergfahrt auf dem Mittelrhein war dies zum Beispiel bis in die 1970er Jahre in Bad Salzig für Tankschiffe möglich und in St. Goarshausen für sonstige Ladungen, heute hat diese Praxis an Bedeutung verloren. Wenn die Schiffe nicht mehr volle Ladung transportieren können, verteuert sich die Fracht. Deshalb erheben die Frachtschifffahrtsunternehmen bei niedrigen Wasserständen an den Pegeln Duisburg-Ruhrort, Köln und Kaub einen ''Kleinwasserzuschlag'' (Kwz).

Für alle Rheinpegel sind die Hochwassermarken I und II in der Rheinschifffahrtspolizeiverordnung festgelegt. Ab Hochwassermarke?I soll nur noch im mittleren Drittel des Fahrwassers gefahren werden, zu Tal maximal mit 20?km/h (Ausnahme: auf Gebirgsstrecke 24?km/h). Die Wasserschutzpolizei überwacht die Einhaltung. Wird die Hochwassermarke?II erreicht oder überschritten, wird im betreffenden Bereich die Schifffahrt völlig gesperrt.
Näheres dazu ist bei ?Pegel Köln? beschrieben.

Flussübergänge

Brücken

'' Band 24, S. 531.</ref>

In der Mitte des 19. Jahrhunderts waren alle Brücken über den Rhein unterhalb von Basel .

In der Hochzeit der ).

Fähren

Neben den Brücken spielen Fähren unterschiedlicher Größe eine wichtige Rolle. Die früher als ''Fliegende Brücken'' bezeichneten Gierseilfähren stellten im 19. Jahrhundert noch einen Großteil der Rheinquerungen her. Von der Strömung angetriebene Fähren existieren noch heute in Basel und bei Rastatt; sie haben überwiegend touristischen Nutzen. Der Bautyp wurde im 19. Jahrhundert zunächst durch Dampffähren, später durch Motorfähren abgelöst. Im Mittelrheintal sind zwischen Wiesbaden und Koblenz auf über 80 Flusskilometern sowie zwischen Neuwied und Bonn auf über 40 Kilometern keine Brücken, sondern nur Fährverbindungen vorhanden. Im Bereich der etwa 50 Kilometer betragenden längsten Flussstrecke ohne Straßenbrücke des Oberrheins zwischen Worms und Mainz gibt es zwei Autofähren.

Seilbahnen

Den Rhein überqueren zwei Seilbahnen. Die Kölner Rheinseilbahn wurde zur Bundesgartenschau 1957 in Höhe der Zoobrücke erbaut.

In Koblenz wurde als Attraktion und ökologisch sinnvolle Verkehrsverbindung zur Bundesgartenschau 2011 die Rheinseilbahn errichtet. Die 890?Meter lange Dreiseilumlaufbahn verbindet die Rheinanlagen mit dem Plateau vor der Festung Ehrenbreitstein. Es ist die größte Seilbahn ihrer Art nördlich der Alpen in Deutschland. Um den UNESCO-Welterbe-Status der Kulturlandschaft Oberes Mittelrheintal nicht zu gefährden, war der Betrieb nur bis November 2013 mit anschließendem Abbau der Anlage vorgesehen. Die UNESCO hat am 19. Juni 2013 in Phnom Penh auf der 37. Sitzung des Welterbekomitees beschlossen, den Betrieb der Seilbahn bis 2026 zu erlauben. In diesem Jahr endet die technisch längstmögliche Betriebsdauer.<ref name="faz-12236451"></ref>

Häfen

An der Rheinmündung befindet sich mit dem in Basel.

Kilometrierung

Die bestehende .

Ab dem ''Pannerdens Kop'' (km 867) unterhalb von Millingen in den Niederlanden läuft die Kilometrierung in den drei Rheinarmen Waal, Nederrijn und Issel gleichlautend weiter. In der Schifffahrt ist es deshalb wichtig, bei einer Kilometerangabe immer auch das jeweilige Fahrwasser zu nennen. Auf niederländischen Strecken ist die Kilometerbezeichnung durch Tafeln mit weißen Ziffern auf schwarzem Grund an jeweils nur einem der Ufer angebracht. Hier werden nur die vollen Kilometer angezeigt.

Die vollen Rheinstrom-Kilometer zeigen große, rechtwinklig zur Stromachse an beiden Ufern stehende Tafeln an. Die 500-Meter-Marken tragen ein schwarzes Kreuz auf weißem Grund. Die übrigen 100-Meter-Marken (Hektometer), etwa 100?cm?×?50?cm große Rechtecke und meistens aus Beton, sind direkt im Ufer eingelassen. Sie sind mit den Ziffern 1 bis 4 und 6 bis 9 beschriftet.

Auf der deutsch-schweizerischen Rheinstrecke zwischen Stein am Rhein und Basel (Hochrhein) misst die Zählung das deutsche Rheinufer ab. Dasselbe Prinzip findet auf der deutsch-französischen Rheinstrecke zwischen Basel und Lauterbourg Anwendung. Auf der übrigen Strecke zählt man die Länge der Strommittellinie.

Bereits im Jahre 1806 begann am preußischen Kilometer 143 (heute km?645).

Das 1863 beschlossene Gesamt-Nivellement (Höhenvermessung) des Rheins erforderte auch eine erneute Längenvermessung, die 1890 abgeschlossen wurde, aber wegen mangelnder Genauigkeit wiederholt werden musste. 1904 machte Hessen der Zentral-Kommission Mitteilung über den erfolgreichen Abschluss und die Ergebnisse der Längen- und Höhenvermessung auf der hessischen Stromstrecke. Die anderen Länder schlossen ihre Messungen in den darauffolgenden Jahren ab.

Die einzelnen Länder hatten den Sichtzeichen (Kilometertafeln und Einhundertmetersteine) größte Aufmerksamkeit gewidmet und sie teilweise, wie z.?B. Hessen, für ihr Stromnivellement mit ? an der badisch-hessischen Grenze ? um rund 365?m und die zwischen km?529 und km?530 bei Bingen ? als letzter im ehemaligen Volksstaat Hessen beginnender Streckenkilometer ? um rund 475?m. Der Rhein ist insgesamt ab Konstanz rund 1,2 Kilometer kürzer, als die Kilometerzahl an der Mündung ausweist.

Flößerei

Flößerei mit Brenn- und Bauholz vor allem aus dem Schwarzwald wurde auf dem Rhein bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts noch regelmäßig betrieben. Die Flöße ab Koblenz waren bis zu 400?m lang, bis 80?m breit und wurden von bis zu 500 Flößerknechten bedient. Bis Koblenz waren die Maße kleiner. Mit dem Bau der Eisenbahn und dem Zunehmen der Schifffahrt ging die Flößerei zurück. Nach 1945 wurde nur noch selten geflößt. 1967 wurde sie endgültig eingestellt.

Auch aus dem Kanton Graubünden bis zum Bodensee fuhren Flöße. Ab 1291 galt der Alpenrhein als ''Freie Reichsstraße''.

Kultur

Parks

Als Rheinanlagen werden eine Reihe von parkähnlich gestalteten Uferpromenaden entlang des Rheins bezeichnet. So ließ die spätere deutsche Kaiserin Augusta ab 1856 in Koblenz die Rheinanlagen als Park gestalten. Später wurde der Park bis auf eine Länge von 3,5?km weiter ausgebaut. Zur Bundesgartenschau 2011 wurden dieser umfangreich restauriert. In Bingen wurden die Rheinanlagen zur Landesgartenschau 2008 neu angelegt und danach als Kulturufer vermarktet. Mit dem Rheinpark in Köln wurde zur Bundesgartenschau 1957 ein nachhaltig genutzter Naherholungsbereich geschaffen. Für die Bundesgartenschau 1979 wurden in Bonn die Rheinwiesen und landwirtschaftlich genutzten Flächen südlich des damaligen Regierungsviertels in einen 160?ha großen Landschaftspark, die Rheinaue, umgestaltet. Heute dient sie als Naherholungsgebiet und wird für Großveranstaltungen wie Freiluftkonzerte, Feste und Flohmärkte genutzt.

Rheinromantik

Bestandteile von Rheinsagen sind Ritter, Drachen, einsame Jungfrauen auf hohen Felsen (Loreley), unachtsame Schiffer im verunglückenden Kahn oder fleißige Zwerge, die Heinzelmännchen. Der Rheinromantik sind abgesehen von einigen Liedern auch wiederaufgebaute Burgen wie Schloss Stolzenfels bei Koblenz oder die Hohkönigsburg im Elsass zu verdanken. Eine der bekanntesten Sagen ist das Nibelungenlied.

Eng mit der Rheinromantik verbunden sind die zahlreichen Lieder, die dem Strom gewidmet sind. Das Repertoire reicht von Karnevalsschlagern wie ?Einmal am Rhein? von Willi Ostermann über patriotische Lieder des 19. Jahrhunderts (etwa ?Zwischen Frankreich und dem Böhmerwald? von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben) bis zu der nationalistischen ?Wacht am Rhein? von Max Schneckenburger. Zu den bekanntesten Rheinliedern gehört ?Ich weiß nicht, was soll es bedeuten? von Heinrich Heine.

Wegen seiner Bedeutung im Vergleich zu anderen deutschen Flüssen wird der Rhein auch schwärmerisch-liebevoll als ''Vater Rhein'' bezeichnet. Durch einen mächtig wirkenden Mann personifiziert, ist der für Deutschland symbolische Strom auch neben dem Hauptportal des Berliner Reichstagsgebäudes dargestellt.

UNESCO-Welterbe

Das Obere Mittelrheintal zwischen Bingen/Rüdesheim und Koblenz wurde am 27. Juni 2002 in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen. Das Welterbegebiet erstreckt sich auf einer Länge von 67?km entlang des Durchbruchstals des Rheins durch das Rheinische Schiefergebirge. Die Einzigartigkeit dieser Kulturlandschaft ist der außergewöhnliche Reichtum an kulturellen Zeugnissen.

Sonstiges

  • Auf dem Namedyer Werth, einer Halbinsel im Rhein bei Andernach, befindet sich mit dem Geysir Andernach der höchste Kaltwassergeysir der Welt.
  • 1966 erregte ein Weißwal Aufsehen, der während eines Monats rheinaufwärts bis nach Bonn und wieder zurück ins offene Meer schwamm ''(siehe Moby Dick (Rhein))''.
  • Der Rhein entwässert auch einen kleinen Teil Italiens: Der Reno di Lei leitet Wasser aus dem Lago di Lei in der italienischen Provinz Sondrio in den Hinterrhein.
  • Der Rhein führt auch einen Teil des Wassers der oberen Donau ab; an mehreren Stellen wird die Europäische Wasserscheide unterirdisch umgangen, siehe Donauversickerung.
  • Eigentlich könnte der Rhein unterhalb von Koblenz (Kanton Aargau) auch ''Aare'' heißen, denn die Aare ist beim Zusammenfluss mit dem Rhein derjenige Fluss mit der größeren Wassermenge (siehe oben). Die meist sehr alte Namengebung von Flüssen folgt aber nicht nur den jeweils augenscheinlich größeren Flüssen, sondern gelegentlich auch denen, deren Tal die Richtung beibehält oder besser besiedelbar war.
  • Etwa ein Prozent des Alpenrheinwassers umgeht Basel bzw. den Hochrhein, indem es von der Bodensee-Wasserversorgung dem Bodensee bei Sipplingen entnommen und als Trinkwasser in viele Städte in Baden-Württemberg bis nach Bad Mergentheim geführt wird. Via Neckar und Main fließt das Wasser wieder in den Rhein.
  • Ein vermutlicher Zahlendreher auf dem Quellenschild am Tomasee bewirkte über Jahrzehnte hinweg in Nachschlagewerken, Lehrbüchern und offiziellen Unterlagen eine falsche Längenangabe (1320?km).<ref name="sueddeutsche 2010-03-27"></ref>
  • Bis 2015 galt 1.238,8?km als amtliche Rheinlänge.<ref name="oldlen">Beiträge zur Rheinkunde, Rhein-Museum Koblenz, Heft 62/2012, S. 49 Amtliche Rheinlänge nach Angabe der Kommission für die Hydrologie des Rheins</ref> Erst im Januar 2015 hat die Internationale Kommission für die Hydrologie des Rheins den jetzigen Wert von 1.232,7?km bekanntgegeben.<ref name="len" />
  • Bedingt durch von Ufer zu Ufer pendelnde Fahrtrouten weicht mindestens seit 1939 die Kilometrierung der Rheinschifffahrtsstrecken in den Kursbüchern der deutschen Eisenbahnen von der Kilometrierung des Rheins ab.
  • 1969 durchschwamm .'' 24. August 2014.</ref> 2016 veröffentlichte er in ''Rheines Wasser ??1231 Kilometer mit dem Strom'' seine Eindrücke und erste Untersuchungsergebnisse der Wasserproben aus dem Rhein.
  • Im Juli 2010 legte der Schweizer Corrado Filipponi die 1161?km lange Strecke von Chur bis zur Rheinmündung bei Hoek van Holland mit einem Kajak in der Rekordzeit von 7 Tagen, 10 Stunden und 16 Minuten zurück.
  • Im August 2017 legte der Deutsche Thorsten Bartzok die 1161 km lange Strecke von Chur bis zur Rheinmündung bei Hoek van Holland mit einem Kajak in der neuen Rekordzeit von 6 Tagen, 11 Stunden und 34 Minuten zurück.

Zitate

{{Zitat
 |Text=Der Rhein ist der Fluss, von dem alle Welt redet und den niemand studiert, den alle Welt besucht und niemand kennt. Dennoch beschäftigen seine Ruinen die geistigen Höhenflüge, und diesen bewundernswerten Fluss lässt das Auge des Poeten wie das Auge des Publizisten unter der Durchsichtigkeit seiner Fluten Vergangenheit und Zukunft Europas ahnen.
 |Autor=[[Victor Hugo]] 1845}}

Listen

Fernsehdokumentationen

  • Monika Siegfried-Hagenow: ''Wie die Lachse wieder in den Rhein kamen''. WDR-Reihe ''Doku am Freitag''. Erstausstrahlung: 17.?September 2010.
  • Mathias Haentjes: ''Wie die Dampfer vom Rhein verschwanden.'' WDR-Reihe ''Doku am Freitag''; Erstausstrahlung: 9.?Juli 2010.
  • ''Der Rhein von oben.'' WDR und Arte; 5 × 52 Min., Erstausstrahlung vom 11. bis zum 15.?März 2013 auf Arte. (Quelle, Verlauf durch den Bodensee, Rheinbrücke von Konstanz mit Kilometer 0, Rheinseitenkanal, Burgen, Hafen Duisburg, Rheindelta, Rotterdam).
  • ''Der Rhein ? Strom der Geschichte.'' Dokumentarfilm, 87 Minuten, Erstsendung auf Arte am 11. Juni 2016.
  • ''Rheingold ? Gesichter eines Flusses.'' SWR, 2014. (Gesamtdarstellung ausschließlich aus Luftaufnahmen. Zwei Quellflüsse, Rheinmündung in Bodensee, Meersburg, Seerhein in Konstanz, Rheinfall, Basel, Ludwigshafen, Mäuseturm bei Bingen, Duisburg, zwei Mündungsarme, Utrecht, Nordsee)

Literatur

  • Laurenz Janscha: ''Collection de cinquante vues de rhin.'' Artaria&Comp. Wien 1798. (digitalisierte Ausgabe bei Dilibri abgerufen am 9. Juli 2017)
  • Robert Batty: ''Scenery of the Rhine, Belgium and Holland.'' 4 Bände. Hrsg. R. Jennings, London 1824. (digitalisierte Ausgabe abgerufen am 8. Juli 2017)
  • Johann Georg Kohl: ''Der Rhein.'' 2 Bände. Brockhaus, Leipzig 1851. ((uni-koeln.de))
  • Elly Heuss-Knapp: ''Der Rhein.'' (= ''Die Blauen Bücher''). Robert Langewiesche Nachfolger, Königsstein im Taunus 1963.
  • Jörg Koch: ''Entlang des Rheins. Eine Reise in historischen Bildern.'' Gudensberg-Gleichen 2018, ISBN 978-3-8313-3220-5.
  • Max Tauch: ''Rheinische Landschaften. Gemälde und Aquarelle aus dem 19. und 20. Jahrhundert.'' Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz e.?V., Jahrbuch 1972/73, Neuss 1973.
  • Joseph Gregor Lang (Hrsg.): ''Reise auf dem Rhein''. Bachem Verlag, Köln 1975, ISBN 3-7616-0271-5.
  • Wilhelm Ruland: ''Die schönsten Sagen des Rheins''. Stollfuß Verlag, Bonn 1985, ISBN 3-08-692101-3.
  • Wenzel Hollar: ''Reisebilder vom Rhein.'' Katalog Landesmuseum Mainz, 1987.
  • W. Gassen, Bernhard Holeczek (Hrsg.): ''Mythos Rhein ? Ein Fluß ? Bild und Bedeutung''. Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen am Rhein 1992.
  • Klaus Honnef, Klaus Weschenfelder, Irene Haberland (Hrsg.): ''Vom Zauber des Rheins ergriffen. Zur Entdeckung der Rheinlandschaft.'' Klinkhardt & Biermann, München 1992, ISBN 3-7814-0334-3. (Mit zahlreichen Abbildungen der deutschen Burgen und Städte am Rhein in Kunstwerken englischer und niederländischer Künstler der vergangenen Jahrhunderte)
  • Horst Johannes Tümmers: ''Der Rhein ? Ein europäischer Fluß und seine Geschichte''. C.?H.?Beck, München 1994, ISBN 3-406-37972-9.
  • Gerhard Honekamp: ''Der Rhein ? Ein Fluss wird zum Mythos.'' In: ''Geschichte Lernen.'' Heft 47, 1995, S. 50?55.
  • Bruno P. Kremer: ''Der Rhein ? Von den Alpen bis zur Nordsee.'' Mercator-Verlag, Duisburg 2010, ISBN 978-3-87463-456-4.
  • M. Eckoldt (Hrsg.): ''Flüsse und Kanäle, Die Geschichte der deutschen Wasserstraßen.'' DSV-Verlag, 1998.
  • Ingo Runde: ''Zur Bedeutung und Entwicklung des Rheinhandels im Früh- und Hochmittelalter.'' In: ''Schutz des Kulturerbes unter Wasser. Veränderungen europäischer Lebenskultur durch Fluss- und Seehandel.'' Beiträge zum Internationalen Kongress für Unterwasserarchäologie (IKUWA '99), 18.?21. Februar 1999 in Sassnitz auf Rügen. (= ''Beiträge zur Ur- und Frühgeschichte Mecklenburg-Vorpommerns.'' Band 35). Lübstorf 2000, S. 297?309,
  • Hans Joachim Bodenbach: ''VUES DU BORDS DU RHIN. Ein Rheinalbum des frühen 19. Jahrhunderts mit Aquatinta-Stichen aus den Koblenzer Verlagen Fr. Röhling und K. Bädeker (Baedeker) in einem Band. ? Die bei Röhling verlegten Ansichten.'' In: ''Bonner Geschichtsblätter.'' Band 49/50, Bonn 1999/2000 (2001), S. 285?304.
  • Landesamt für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz: ''Das Rheintal von Bingen und Rüdesheim bis Koblenz. Eine europäische Kulturlandschaft.'' 2 Bände. von Zabern, Mainz 2001, ISBN 3-8053-2753-6.
  • Hans Joachim Bodenbach: ''200 Jahre Rheinromantik ? VUES DU BORDS DU RHIN ? Rheinansichten aus dem Verlag Karl Bädeker (Baedeker) in Koblenz.'' In: ''Beiträge zur Rheinkunde.'' (Rhein-Museum Koblenz), Heft 54/2002, Koblenz 2002, S. 26?55.
  • Hans Chr. Hoffmann, Dietmar Keller, Karin Thomas (Hrsg.): ''Der Rhein ? Unser Weltkulturerbe.'' DuMont, Köln 2003, ISBN 3-8321-7323-4.
  • Martin Stankowski: ''Links + Rechts, der andere Rheinreiseführer, vom Kölner Dom bis zur Loreley.'' Kiepenheuer und Witsch, Köln 2005, ISBN 3-462-03573-8.
  • Manfred Fenzl: ''Der Rhein. Schaffhausen ? Nordsee und zum IJsselmeer. Führer für Binnengewässer.'' 4. Auflage. Delius Klasing, Bielefeld 2005, ISBN 3-89225-466-4.
  • Karsten Keune (Hrsg.): ''Sehnsucht Rhein. Rheinlandschaften in der Malerei.'' Mit Beiträgen von Irene Haberland und Elmar Scheuren. Bouvier, Bonn 2006, ISBN 3-416-03096-6.
  • Angela Photenhauer, Elmar Lixenfeld: ''Oberes Mittelrheintal ? Welterbe ? Von Bingen und Rüdesheim bis Koblenz.'' Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn 2006.
  • Wasser- und Schifffahrtsdirektion Südwest: ''Kompendium der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Südwest. Organisatorische und technische Daten, Binnenschifffahrt, Aufgaben, Wasserstraßen.'' Eigenverlag, Mainz 2007.
  • Clemens von Looz-Corswarem, Georg Mölich (Hrsg.): ''Der Rhein als Verkehrsweg. Politik, Recht und Wirtschaft seit dem 18. Jahrhundert.'' (= ''Schriftenreihe der Niederrhein-Akademie.'' Band 7). Verlag Peter Pomp, Bottrop 2007. (Rezension in: ''Beiträge zur Rheinkunde.'' Heft 59/60, 2007/08, Koblenz 2008, S. 104)
  • M:AI ? Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW e.?V.: ''Dynamik und Wandel ? Die Entwicklung der Städte am Rhein 1910?2010+.'' JOVIS, Berlin 2010, ISBN 978-3-86859-096-8.
  • Michael Prinz von Preußen (Hrsg.): ''Die Preußen am Rhein ? Burgen, Schlösser, Rheinromantik.'' Köln 2011.
  • Jochen Rahe, Martin Stieghorst, Urs Weber (Hrsg.): ''Handbuch Rhein.'' Primus Verlag, Darmstadt 2011, ISBN 978-3-89678-772-9.
  • Werner Böcking: ''Lebendiger Niederrhein. Unterwegs zwischen Duisburg und Emmerich.'' Sutton Verlag, Erfurt 2013, ISBN 978-3-95400-312-9.
  • Ingo Runde: ''Der Rhein als Wirtschafts- und Verkehrsachse.'' In: Jörg Peltzer, Bernd Schneidmüller, Stefan Weinfurter (Hrsg.): ''Die Wittelsbacher und die Kurpfalz im Mittelalter. Eine Erfolgsgeschichte?'' Schnell & Steiner, Regensburg 2013, ISBN 978-3-7954-2645-3, S. 51?66.
  • Klaus Göhring: ''Das Rheintal aus der Luft''. ''Eine spektakuläre Reise von Koblenz nach Köln''. Rheinbach 2015, ISBN 978-3-95540-146-7.
  • Andreas Fath: ''Rheines Wasser ? 1231 Kilometer mit dem Strom''. Carl Hanser Verlag, München 2016, ISBN 978-3-446-44871-1.
  • Björn Kuhligk und Tom Schulz: ''Rheinfahrt. Ein Fluss. Seine Menschen. Seine Geschichten.'' Zürich 2017. ISBN 978-3-280-05630-1

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