Willkommen auf BEST-OF-KöLN.DE

best-of-köln.de bietet Ihnen weiterführende Links auf Webseiten zum Thema Das beste von Köln

Startseite > Kölsch (Sprache)
{{Infobox Sprache
|Sprache= Kölsch
|Länder= ()
|Sprecher= 250.000 bis 750.000
|Klassifikation=*
  • :
  • ::
  • :::
  • ::::
  • :::::
  • ::::::
  • :::::::
  • ::::::::

|KSprache=Kölsch
|Amtssprache=-
|ISO1=-
|ISO2=gem (germanische Sprachen)
|ISO3=ksh
}}
'''Kölsch''' (: </ref>

 z�hlt zusammen mit dem  und dem  zum Mittelfr�nkischen, das sich mit der  (maache-maake-Linie) bei D�sseldorf zum en abgrenzt. Der  zeigt weitere Mundartgrenzen (n) auf.

Zum modernen Deutschen und den anderen ripuarischen Mundarten bestehen Bezüge wie auch zum en, zum en, , und , zum en, zum Mittelhochdeutschen, zum Französischen und , zum Englischen, zum und Niederländischen. Obwohl Kölsch in Einzelfällen Varianten in der Lexik zulässt und auch die Aussprache regional und nach sozialen Schichten geringfügig variiert, ist es in seinen meisten Aspekten präzise bestimmt.

Sprachcodes gemäß sind:
  • ksh für ISO 639-3 und
  • gem für ISO 639-2, da Kölsch dort unter der kollektiven Kennung für die ?sonstigen ? gelistet ist.
  • der 14. Ausgabe des war: KOR,
  • seit der 15. Ausgabe ist es: ksh.

Letztere wurde 2007 als übernommen.

Herkunft und Entstehung des Kölschen

Ab dem 3. Jahrhundert drangen ''.

Nach fünf Jahrhunderten römischer Stadtgeschichte, über deren Umgangssprachen Überlieferungen fehlen, kam Köln mit der Mitte des 5. Jahrhunderts unter fränkische Herrschaft. Die ansässige lateinsprachige Bevölkerung ( und der romanisierte Stamm der ) geriet unter fränkische Oberhoheit und wurde schließlich . Allmählich wurde das offizielle Latein durch das germanische verdrängt, jedoch sind auch hier detaillierte Belege des Sprachstands äußerst rar. Sicher ist, dass sich bis zum achten Jahrhundert die sogenannte von Süden kommend und sich dabei abschwächend bis etwa eine Tagesreise nördlich und westlich Kölns ausbreitete.

Erst mit der Zeit der gedruckt worden war.

Grundlage der Sprache ist das damalige und Mittelhochdeutsche und e in der besonderen Ausprägung des weiträumigen Umlandes, das heute in etwa dem entspricht. Im Mittelalter wurde das entstehende e von Süden her so stark durch das entstehende beeinflusst, dass man es heute zu den nördlichsten Varianten der hochdeutschen Dialekte zählt. Es blieb aber in ständiger Verbindung mit dem Niederfränkischen im Norden und Westen, zu dem auch das sich bildende zählt. Das ist bis heute so geblieben, nur der Einfluss der mit ihrer en Geschäftssprache ist mit deren Niedergang verschwunden.

Mit dem ausgehenden 16. Jahrhundert wurde in Köln die eigene niederfränkische Schriftsprache aufgegeben und auf die sich entwickelnde e Schriftsprache umgestellt; seither gehen die gesprochene und die geschriebene Sprache eigene Wege. Darum ist es naheliegend, ab dem frühen 17. Jahrhundert von einer eigenen Kölner Mundart zu sprechen. Von wenigen Einzelfällen abgesehen ist diese jedoch erst mit dem ausklingenden 18. Jahrhundert auch literarisch zu verfolgen. und bis heute bereichern zahlreiche Veröffentlichungen auf und über Kölsch das Bild dieser Sprache. Darüber lassen sich auch die Veränderungen in Wortschatz, Sprechweise und Verwendung belegen, die seitdem stattgefunden haben und die die Lebendigkeit der Sprache bezeugen.

Stellung des Kölschen in der Gesellschaft

Allgemeines

mini|Inschriften auf K�lsch geh�ren zum K�lner Stadtbild. 31 <small>Hochdeutsch: Nachgemachte , genauso gro� wie oben auf den Domt�rmen, 9,50 m hoch 4,60 m breit. Ein Zeichen daf�r, dass der 1880 fertig geworden ist.</small>

Das Kölsche diente bis zum 19. Jahrhundert in allen Bevölkerungsschichten Kölns als Umgangssprache. Selbst gerichtliche s im Dialekt sind überliefert. In der Oberschicht begann jedoch ab jenem Zeitpunkt die Verdrängung durch das , weil das Kölsche als ?Arbeiterdialekt? in Verruf geriet; es erlebte jedoch nach dem 2. Weltkrieg eine kurze Renaissance als Identifikationsmerkmal. Fortan kam es zu einem massiven Rückzug des Kölschen, der in vielen Gesellschaftsschichten zu beobachten war, hauptsächlich bedingt durch den Ruf als Sprache der Unterschicht und Kriminellen, lediglich im wurde von der Mundart Gebrauch gemacht. Erst durch Bands wie den oder , die mit kölschen Pop- und Rock-Songs auch überregional bekannt wurden, erholte sich das Kölsche ab den 1970ern von diesen Vorurteilen.

Ähnlich wie hat sich Kölsch als Stadtdialekt fest etabliert und wird von vielen Kölnern noch beherrscht, auch wenn sich in den letzten Jahrzehnten eine Abschleifung hin zum Hochdeutschen bemerkbar gemacht hat und nur noch wenige junge Menschen die Sprache erlernen. ?Tiefes Kölsch?, also der unverfälschte , wird heute nur noch von relativ wenigen, zumeist älteren Kölnern gesprochen, die ihren Wortschatz noch ohne Einfluss moderner Kommunikationsmedien in ihrer Kindheit bilden konnten.

Das Engagement, mit dem der Kölner Dialekt von seinen Sprechern gepflegt und stets neu in Erinnerung gerufen wird, lässt sich an vielen Beispielen darstellen: Selbst Überschriften in en, n, und öffentliche en sind häufig auf Kölsch gehalten. Hinzu kommt ein lebendiges , insbesondere der . Köln verfügt mit Theatern (Volkstheater , , , ), einer dichten Szene an Karnevals- und sonstigen mundartlichen Musikgruppen (bis hin zum sogenannten ) und einer stattlichen Anzahl Kölner über ein reichhaltiges, kölsch geprägtes Kulturangebot.

Dies wurde unter anderem zum Anlass genommen, mit der ''Akademie för uns kölsche Sproch'' eine stiftungsgetragene Institution zu schaffen, die Erhalt und Pflege des Kölschen als Zweck verfolgt. Unter anderem wird dort versucht, den kölschen und die zu kodifizieren, und Regeln für die vorgeschlagen. Es gibt zwar eine Reihe von Wörterbüchern, aber bis auf das ''Kölsche Wörterbuch ?'' welches von der Akademie herausgegeben wurde und Vorschläge für Schreibregeln enthält, sowie zu jedem Worteintrag eine Ausspracheangabe nach einem etwas modifizierten enthält ? verfügt keines über eine geregelte Orthographie.

Der sprachwissenschaftliche Ansatz wird allerdings immer wieder durch den Umstand konterkariert, dass gerade die Kulturschaffenden Kölsch auf eigene Initiative vertexten und es so schreiben, wie sie meinen, dass es der Aussprache entspricht. Da oft theoretisch mehrere Möglichkeiten bestehen, beispielsweise ''eets''/''ehts''/''eez''/''ehz'', ), weil das geschlossene, aber zugleich kurze o nicht vom u unterschieden wird, führt das zu einer großen Varietät an Schreibweisen.

Kölsche Literatur und Musik

Als Beispiel für kölsche werden viele Kölner zuerst angeben, der mit , ern und en an seine Heimatstadt ein reiches mundartliches Erbe hinterlassen hat. Ähnlich bekannt und beliebt ist auch die Familie , die im 19. Jahrhundert ein Puppentheater führte, aus dem sich das entwickelt hatte. Der ehemalige Leiter schreibt, wie früher schon seine Tante , eigene mundartliche und Theaterstücke. Seit 1802 existiert auch das , ein Puppentheater, in dem nur Stücke auf Kölsch aufgeführt werden, ebenso wie in der , einem beliebten Laientheater.

Bekannte Mundartautoren wie , , , Hanns Georg Braun, , , , , , , Anton Stille, , , Max Meurer, , haben schon früh das Kölsche als gefördert.

Durch den Karneval hat sich im Kölner Raum das Liedgut selbstständig entwickelt; einige Bands, die unter anderem durch den Karneval bekannt wurden, sind die Bläck Fööss, .

Kölsche Insider

Köln als überregionales Handelszentrum zwischen Mittelrhein und Niederrhein mit stand immer im Austausch mit jedwedem fahrenden Volk. Ähnlich dem en bestand auch bei Kölner Händlern, Wirten, und Bürgern immer wieder Bedarf an einer Kommunikation, die nicht unbedingt von jedem vollständig verstanden wurde. Hilfreich war das auch unter und .

Regionale Bedeutung

Die komplizierte Vielfalt der Dialektvarianten im sorgt für eine beachtliche Zahl unterschiedlicher Lokalsprachen. Deren alternde Sprecher, die noch mit dem Dialekt ihres Dorfes als Umgangssprache aufgewachsen sind, werden weniger, die Bewohner mittleren Alters sind oft zugezogen und haben ihren Dialekt mitgebracht, sei es Ostpreußisch oder der des Nachbarortes, oder eben Kölsch. Spätestens seit den 1960er Jahren lässt sich eine permanente weit ins Umland beobachten, bei der zwar nicht unbedingt viele der besonders urtümlichen Kölschen, wohl aber kölschsprachlich beeinflusste Deutsch- oder Regiolektsprecher Anteile des Kölschen weitertragen und so die Ortsdialekte bedrängen.

Sprachliche Merkmale

Phonetik und Phonologie

Zur Verdeutlichung der Aussprache soll hier die verwendet werden, die die Buchstaben des Alphabets verwendet. Einige Gesetzmäßigkeiten im Vergleich zum heutigen Hochdeutschen können für das Kölsche grob angegeben werden:

Vokale

Die in kursiver Schrift gehaltenen Zeichen treten lediglich vereinzelt als Aussprachevariante im Kölschen auf.
{| class="wikitable" style="text-align:center"
! rowspan="3" |
! colspan="4" |
! colspan="4" |
! colspan="4" |
! colspan="4" |
! colspan="4" |
|- class="small"
! colspan="2" | ungerundet
! colspan="2" | gerundet
! colspan="2" | ungerundet
! colspan="2" | gerundet
! colspan="2" | ungerundet
! colspan="2" | gerundet
! colspan="2" | ungerundet
! colspan="2" | gerundet
! colspan="2" | ungerundet
! colspan="2" | gerundet
|- class="small"
! kurz
! lang
! kurz
! lang
! kurz
! lang
! kurz
! lang
! kurz
! lang
! kurz
! lang
! kurz
! lang
! kurz
! lang
! kurz
! lang
! kurz
! lang
|-
!
||
||
||
||
||
||
||
||
||
|
|
|-
!
||
||
|
||
||
||
||
||
||
||
||-
!
|
|
|
|
||
||
||
||
||
||
||
|
|
|-
!
||
||
||
||
|
||
||
||
||
||
||-
!
|
|
|
|
||
||
||
||
||
||
||
|
|
|-
!
||
||
||
||
|
||
||
||
||
||
||-
!
||
||
||
||
||
||
||
||
||
|

|
|}
{| class="wikitable unsortable" style="text-align:center;"
!Kölnisch
! *Altkölnisch !! *Altfränkisch
!*Urgermanisch!! Althochdeutsch
!Mittelhochdeutsch!!Neuhochdeutsch
|-
|'''A'''ss [?as]
|'''a'''st [??st?]
|'''a'''st [??st]
|'''a'''staz [??s.t?z]
|'''a'''st [??s?t]
|'''a'''st [?ä??t?]
|'''A'''st [?ast?]
|-
|'''Aa'''sch [?a??]
|'''ar'''s [??r?]
|'''ar'''s [??rs]
|'''ar'''saz [??r.s?z]
|'''ar'''s [??rs?]
|'''ar'''s [?är???]
|'''Ar'''sch [?a????]
|-
|'''E'''ngk [???k?]
|'''e'''nde [??n.d?]
|'''e'''ndi [?en.di]
|'''a'''ndijaz [??n.di.jaz]
|'''e'''ndi [?en.di]
|'''e'''nde [??n.d?]
|'''E'''nde [??n.d?]
|-
|'''Ää'''d [???t?]
|'''er'''de [??r.d?]
|'''er'''?a [?er.ð?]
|'''er'''þ? [?er.???]
|'''er'''da [?er.d?]
|'''er'''de [??r.d?]
|'''Er'''de [????.d?]
|-
|D'''e'''stel [?des.t??l]
|d'''i'''stel [?d??.t??l]
|?'''i'''stil [?ðis.til]
|þ'''i'''stilaz [??is.ti.l?z]
|d'''i'''stil [?dis?.til]
|d'''i'''stel [?d??.t??l]
|D'''i'''stel [?d?s.t??l]
|-
|L'''ee'''d [le?t?]
|l'''ie'''t [li??t?]
|l'''io'''þ [lio??]
|l'''eu'''þ? [?leu?.???]
|l'''io'''t [lio?t]
|l'''ie'''t [li??t?]
|L'''ie'''d [li?t?]
|-
|Rh'''i'''ng [???]
|R'''?'''n [ri?n]
|R'''?'''n [ri?n]
|R'''?'''naz [?ri?.n?z]
|R'''?'''n [ri?n]
|R'''?'''n [ri?n]
|Rh'''ei'''n [?a??n]
|-
|m'''i''' [mi]
|m'''?'''n [mi?n]
|m'''?'''n [mi?n]
|m'''?'''naz [?mi?.n?z]
|m'''?'''n [mi?n]
|m'''?'''n [mi?n]
|m'''ei'''n [ma??n]
|-
|W'''ie'''v [vi?f]
|w'''?'''f [vi?f]
|w'''?'''f [wi?f]
|w'''?'''b? [?wi?.???]
|w'''?'''p [wi?p]
|w'''?'''p [vi?p?]
|W'''ei'''b [va??p?]
|-
|D'''o'''nner [d?.n?]
|d'''o'''ner [d?.n?r]
|?'''o'''nar [ðo.n?r]
|þ'''u'''nraz [??un.r?z]
|d'''o'''nar [?do.n?r]
|d'''o'''ner [?d?.n?r]
|D'''o'''nner [?d?.n?]
|-
|'''O'''vend [????.v?nt?]
|'''?'''vent [????.v?nt?]
|'''?'''vanþ [????.v?n?]
|'''?'''banþs [???.??n?s]
|'''?'''bant [????.b?nt]
|'''?'''bent [??ä?.b?nt?]
|'''A'''bend [??a?.b?nt?]
|-
|H'''ö'''ll [h?l]
|h'''e'''lle [?h?l.l?]
|h'''e'''llja [?hel.l??]
|h'''a'''lj? [?x?l.j??]
|h'''e'''lla [?hel.l?]
|h'''e'''lle [?h?l.l?]
|H'''ö'''lle [?h?.l?]
|-
|R'''ö'''dsel [????.???]
|r'''æ'''tsel [?r??.??l]
|r'''?'''disli [?r??.dis.li]
|r'''?'''dislij? [?r??.ðis.li.j??]
|r'''?'''tisli [?r??.tis?.li]
|r'''æ'''tsel [?r??.??l]
|R'''ä'''tsel [????.??l]
|-
|L'''o'''ss [?os]
|l'''u'''st [l??t?]
|l'''u'''st [lust]
|l'''u'''stuz [?lus.tuz]
|l'''u'''st [lus?t]
|l'''u'''st [l??t?]
|L'''u'''st [l?st?]
|-
|B'''o'''ch [bo??]
|b'''uo'''ch [bu??x]
|b'''uo'''k [buo?k]
|b'''?'''ks [b??ks]
|b'''uo'''ch [buo??]
|b'''uo'''ch [bu??x]
|B'''u'''ch [bu??]
|-
|B'''ö'''sch [bø?]
|b'''u'''sch [b??]
|b'''u'''sk [busk]
|b'''u'''skaz [bus.k?z]
|b'''u'''sk [bus?k]
|b'''u'''sch [b???]
|B'''u'''sch [b???]
|-
|Z'''ö'''gel [??ø?.j??]
|z'''ü'''jel [???.j?l]
|t'''u'''gil [?tu.?il]
|t'''u'''gilaz [?tu.?i.l?z]
|z'''u'''gil [??u.gil]
|z'''ü'''gel [???.g?l]
|Z'''ü'''gel [??y?.g?l]
|-
|H'''u'''ngk [h??k?]
|h'''u'''nt [h?nt?]
|h'''u'''nt [hunt]
|h'''u'''ndaz [?xun.d?z]
|h'''u'''nt [hunt]
|h'''u'''nt [h?nt?]
|H'''u'''nd [h?nt?]
|-
|K'''u'''letsch [kulet?]
|?
|?
|?
|?
|?
|?
|-
|Br'''u'''d [b?u?t?]
|br'''?'''t [bro?t?]
|br'''?'''t [bro?t]
|br'''au'''d? [?br?u?.ð??]
|br'''?'''t [bro?t]
|br'''?'''t [bro?t?]
|Br'''o'''t [b?o?t?]
|-
|L'''ü'''ck [?l?k?]
|l'''iu'''de [?ly?d?]
|l'''iu'''di [?liu?.di]
|l'''iu'''d?z [?liu?.ði?z]
|l'''iu'''ti [?liu?.ti]
|l'''iu'''te [?ly?.t??]
|L'''eu'''te [?l???.t??]
|-
|'''Üh'''m [?y?m]
|'''?'''m [?o?m]
|'''?'''heim [?o?.hei?m]
|'''aw'''ahaimaz [??.w?.x?i?.m?z]
|'''?'''heim [?o?.hei?m]
|'''?'''heim [??o?.h???m]
|'''O'''heim [??o?.ha??m]
|}

Im Unterschied zu den meisten mitteldeutschen und den ostoberdeutschen Varianten hat das Kölsche die neuhochdeutsche Diphthongierung der mittelhochdeutschen Langvokale ''?'',''?'',''iu'' [y?] nicht vollzogen, oder die Diphthonge werden anders gesprochen.
{| class="wikitable" style="text-align:center;"
|+
!Mittelhochdeutsch
!Kölsch
!Neuhochdeutsch
!

|-
|'''?'''s [?i?s]
|'''Ie'''s [i?s]
|'''Ei'''s [?a??s]
| rowspan="6" |In vielen Fällen bleiben

 ?ei?, ?au?, ?eu? 

im Kölschen zu

einem Einzelvokal

zusammengezogen.
|-
|v'''?'''ren [vi?r?n]
|f'''ie'''re [?fi???]
|f'''ei'''ern [?fa???n]
|-
|h'''?'''s [hu?s]
|H'''uu'''s [hu?s]
|H'''au'''s [ha??s]
|-
|'''?'''s [?u?s]
|'''u'''s [??s]
|'''au'''s [?a??s]
|-
|h'''iu'''te [hy?t??]
|h'''ü'''ck [h?k?]
|h'''eu'''te [h???t??]
|-
|l'''iu'''te [ly?t??]
|L'''ü'''ck [l?k?]
|L'''eu'''te [?l???t??]
|-
|w'''?n''' [vi?n]
|W'''ing''' [v???]
|W'''ein''' [va??n]
| rowspan="3" |?-ein? (< mhd. ?-?n?) erscheint dabei
im Kölschen oft als ?-ing?
|-
|R'''?n''' [ri?n]
|Rh'''ing''' [???]
|Rh'''ein''' [?a??n]
|-
|m'''?n''' [mi?n]
|m'''ing''' [m???]
|m'''ein''' [ma??n]
|-
|b'''ou'''
|B'''au''' [b????]
|B'''au''' [ba??]
| rowspan="3" |Tritt ein im Kölschen auf, wird
es zumeist anders gesprochen.
|-
|tr'''ou'''men
|dr'''äu'''me [?d???m?]
|tr'''äu'''men [?t????m?n]
|-
|dr'''?'''
|dr'''ei''' [dre?]
|dr'''ei''' [dra??]
|}

In sehr seltenen Fällen werden Doppellaute ? meist im Auslaut ? wie im Hochdeutschen ausgesprochen: Schabau [ä?bä??].

Es gibt auf der anderen Seite aber auch im Kölschen, das heißt, dass ein einzelner Vokal des deutschen Wortes im Kölschen als Diphthong auftritt, z. B. nhd. ''Ruhe'' [??u??] zu ksh. ''Rauh'' [?????], nhd. ''Schnee'' [?ne?] zu ksh. ''Schnei'' [?n???], nhd. Soße/Sauce [?zo?s?] zu ksh. ''Zauß'' [?a??s], nhd. ''flöten'' [?flø?.t??n] zu ksh. ''fleute'' [?fl???.t??], nhd. ''Scheibe'' [???ä??.b?] zu ksh. ''Schiev'' [?i?f], nhd. ''spritzen'' [???p??.??n] zu ksh. ''spreuze'' [??p????.??], nhd. ''Spucke'' [???p?.k??] zu ksh. Späu [?p???]. Meist handelt es sich dabei um für das Kölsche typische mittel- und niederfränkische Vokalkombinationen (vgl. nl. ''fluiten'') oder aber um Lehnwörter (vgl. frz. ''sauce'').

Die ?Lautfärbung? im Vergleich zum Standarddeutschen wechselt mitunter, beispielsweise vom ''u'' [?] zum geschlossenen, kurzen ''o'' [o] (Lust > Loss), vom ''a'' [??] zum offenen, langen ''o'' [??] (Schlaf > Schlof), oder vom kurzen, offenen ''e'' [?] zum langen, offenen ä [??] (Weg > Wäg).
Als Faustregel kann gelten, dass diese gleich oder sehr ähnlich in den meisten anderen vorliegen.

Die Vokale ''o'', ''ö'', ''e'' haben eine besondere Stellung. Gibt es im Hoch- und Niederdeutschen nur zwei Varianten, ein ''o'' auszusprechen, nämlich halbgeschlossen und lang [o?] (Boot, schonen) oder halboffen und kurz [?] (Sommer, noch), so gibt es im Kölschen zusätzlich die jeweils anderen beiden Kombinationen: halbgeschlossen und kurz [o] (Botz = Hose, Fott = Gesäß) sowie offen und lang [??] (Zoot = Sorte, Krom = Kram). Ebenso beim ''ö'', die vier Varianten: lang und halbgeschlossen [ø?] (Bötche = Bötchen), lang und halboffen [??] (Wöbsche = Weste, Wams), kurz und geschlossen [ø] (kötte = betteln, öm = um), kurz und offen [?] (Kött = Frack). Auch bei ''e'' gibt es neben der langen deutschen Variante [e?] (Besen, Weg) die kurze halbgeschlossene Alternative [e] (Kess = Kiste, nemme = nehmen); dazu das im Niederländischen und Hochdeutschen vorkommende [?], das im Kölschen jedoch gelegentlich zugunsten der Satzmelodie und Betonung verschwindet oder auftaucht (Schwar(re)m = Schwarm, (e)su = so, (e)ne = ein)
Das kurze, halboffene [?], ''e'', des Deutschen (Fett, Pelle) unterscheidet sich lautlich im Kölschen nicht vom ''ä'', was in der Schreibung selten berücksichtigt wird.

Einen merklichen Teil der vom heutigen Hochdeutschen abweichenden Lautfärbungen teilt das Kölsche mehr oder weniger ausgeprägt mit einer ausgedehnten Sprachregion entlang des Rheines. Beispielsweise beobachtet man hochdeutsch "waschen", "Waschmaschine" zu kölsch ?wäsche?, ?Wäschmaschin?, überall zwischen etwa Kaiserslautern () und dem unteren Niederrhein ().

Die Länge der Vokale schwankt. Manche kurzen Vokale aus dem Deutschen sind im Kölschen lang: machen ([mä?n?])zu maache ([mä???]), Dach ([dä?]) zu Daach ([dä??]). Umgekehrt sind manche lange Vokale des Deutschen im Kölschen kurz: geben ([ge?bm?]) zu gevve ([j?v?]), Töne zu Tön. Manchmal ist die Länge gleich: Apfel ([äp?fl?]) zu Appel ([äp???]), Pfahl ([p????]) zu Pohl. Zu beachten ist, dass das Kölsche wie andere ripuarische Sprachen neben zwei seltenen Sonderfällen über drei Vokallängen verfügt, im Gegensatz zu nur zwei im Deutschen. In dem Satz ?En Wesp mäht sich op der Wäch? (Eine Wespe macht sich auf den Weg) verdoppelt sich die Dauer des nachfolgenden ?ä?-Lautes jeweils ungefähr gegenüber dem vorhergehenden ?ä?.

Im Gegensatz zu den meisten Vokalfärbungen weichen die ripuarischen Sprachen hinsichtlich der Vokallängen stärker voneinander ab, insbesondere die mehr beeinflussten westlichen unterscheiden sich gravierend vom Kölschen. Weitere Vokaleigenschaften sind weiter unten gegen Ende des Abschnitts zum beschrieben.

Konsonanten

{| class="wikitable"
| Konsonanten des Kölschen
!
!
!
!
!! veolo
!!
!!
|-
! style="text-align:left" |
|
||
||
||
||
||-
! style="text-align:left" | e
|
||
||
||
|
|()
||-
! style="text-align:left" | n
||
||
||
||
||
|-
! style="text-align:left" | e
||
|
| ??
||
||
||
|-
! style="text-align:left" | en
||
||
||
||
||
|-
! style="text-align:left" |
||
| ?
||
||
||
||-
!style="text-align:left" | en
||
||
||
||
|

|
|}
{| class="wikitable unsortable" style="text-align:center;"
! Regel !! !! * !! !! Regel
|-
| style="background:#E0FFFF; font-weight:normal;"| Altfränkisch [ ] > Dialektfränkisch [ ]
| style="background:#E0FFFF; font-weight:normal;"| schlo'''f'''e [?l??f?]
| sl?'''p'''an? [sl??p?n??]
| style="background:#E0FFFF; font-weight:normal;"| schla'''f'''en [?la?f?n]
| style="background:#E0FFFF; font-weight:normal;"| Urgermanisch [ ] > Althochdeutsch [ ]
|-
| style="background:#E0FFFF; font-weight:normal;"| Altfränkisch [ ] > Dialektalfränkisch [ ]
| style="background:#E0FFFF; font-weight:normal;"| Wa'''ss'''er [v?s?]
| wa'''t'''?r [w?t??r]
| style="background:#E0FFFF; font-weight:normal;"| Wa'''ss'''er [vas?]
| style="background:#E0FFFF; font-weight:normal;"| Urgermanisch [ ] > Althochdeutsch [ ]
|-
| style="background:#E0FFFF; font-weight:normal;"| Altfränkisch [ ] > Dialektfränkisch [ ]
| style="background:#E0FFFF; font-weight:normal;"| maa'''ch'''e [ma???]
| ma'''k'''?n? [m?k??n??]
| style="background:#E0FFFF; font-weight:normal;"| ma'''ch'''en [ma??n]
| style="background:#E0FFFF; font-weight:normal;"| Urgermanisch [ ] > Althochdeutsch [ ]
|-
| style="background:#FAFAD2; font-weight:normal;"| Altfränkisch [ ] > Dialektfränkisch [ ]
| style="background:#FAFAD2; font-weight:normal;"| '''P'''add [p??t?]
| '''p'''aþaz [p?????z]
| style="background:#FAFAD2; font-weight:normal;"| '''Pf'''ad [p?fa?t?]
| style="background:#FAFAD2; font-weight:normal;"| Urgermanisch [ ] > Althochdeutsch [ ]
|-
| style="background:#FAFAD2; font-weight:normal;"| Altfränkisch [ ] > Dialektfränkisch [ ]
| style="background:#FAFAD2; font-weight:normal;"| '''z'''o [?o]
| '''t'''? [t??]
| style="background:#FAFAD2; font-weight:normal;"| '''z'''u [?u]
| style="background:#FAFAD2; font-weight:normal;"| Urgermanisch [ ] > Althochdeutsch [ ]
|-
| style="background:#F0FFF0; font-weight:normal;"| Altfränkisch [ ] > Dialektfränkisch [ ]
| style="background:#F0FFF0; font-weight:normal;"| '''d'''o [do]
| '''þ'''? [?u?]
| style="background:#F0FFF0; font-weight:normal;"| '''D'''u [du]
| style="background:#F0FFF0; font-weight:normal;"| Frühalthochdeutsch [ ] > Althochdeutsch [ ]
|-
| style="background:#FFF0F5; font-weight:normal;"| Dialektfränkisch [ ] > Altkölnisch [ ]
| style="background:#FFF0F5; font-weight:normal;"| Fe'''sch''' [f??]
| fi'''sk'''az [f?ska?z]
| style="background:#FFF0F5; font-weight:normal;"| Fi'''sch''' [f??]
| style="background:#FFF0F5; font-weight:normal;"| [ ] > [ ]
|-
| style="background:#FFF0F5; font-weight:normal;"| Dialektfränkisch [ ] > Altkölnisch [ ]
| style="background:#FFF0F5; font-weight:normal;"| '''G'''old [jo?t?]
| '''g'''ulþ? [?ul???]
| style="background:#FFF0F5; font-weight:normal;"| '''G'''old [g?lt?]
| style="background:#FFF0F5; font-weight:normal;"| Urgermanisch [ ] > Althochdeutsch [ ]
|-
| style="background:#FFF0F5; font-weight:normal;"| Dialektfränkisch [ (, , , , , , , ) ] > Altkölnisch [ (, , , , , , , ) ]
| style="background:#FFF0F5; font-weight:normal;"| i'''ch''' [??]
| i'''k''' [ik]
| style="background:#FFF0F5; font-weight:normal;"| i'''ch''' [?ç]
| style="background:#FFF0F5; font-weight:normal;"| Althochdeutsch [ (, , , , , , , ) ] > Mittelhochdeutsch [ (, , , , , , , ) ]
|-
| [ ] > Kölsch [ ]
| Sa'''l'''z [z???ts]
| sa'''l'''t? [salt??]
| Sa'''l'''z [zal?]
| %
|-
| Altkölnisch [ ] > Kölsch [ ]
| mi'''ng''' [m??]
| m?'''n'''az [mi?na?z]
| mei'''n''' [main]
| %
|-
| Altkölnisch [ ] > Kölsche Elision des [ ]
| Gaade [j??d?]
| ga'''r'''dô [??rd?]
| Ga'''r'''ten [ga?t??n]
| Neuhochdeutsch [ ] (mehrheitlich) > Neuhochdeutsch (20. Jahrhundert) [ ] (mehrheitlich)
|-
| [ ] > Kölnisch [ ]
| '''Z'''auß [?au?s]
| '''s'''auce [so?s]
(französisch)
| '''S'''auce [zo?s?]
| Fremdsprache [ ] > Neuhochdeutsch [ ]
|-
|colspan="5"|Legende: ganz/teilweise gefärbte Zeilen = )
|}

Besonders im , ähnlich dem Englischen l in ?well?).

Das ?ich?-ch scheint für ungeübte Ohren zu sch zu werden: isch, wischtisch, Bööscher.
Tatsächlich aber handelt es sich beim kölschen ?Ich-Laut? um eine deutlich unterscheidbare Variante des Sch, die bei gleicher Artikulationsstelle mit entrundeten Lippen gesprochen wird, ebenso wie das englische ), die im Vergleich zum Hochdeutschen eine Umlautung hin zum ?ich?-ch haben.

Wenn auch der klare phonetische Unterschied für die Wortunterscheidung (Pech ? Pesch) praktisch keine Rolle spielt, sollte er sich um der Erkennbarkeit der Wörter willen und aus etymologischen Gründen auch im Schriftbild wiederfinden. Eine scheinbar lautgerechte Schreibweise mit sch stört den Lesefluss empfindlich. Für diesen Laut ist kein spezielles Zeichen in der IPA-Lautschrift festgelegt. Nach den IPA-Empfehlungen von 1949 hätte sich ?£? angeboten. In neueren Veröffentlichungen findet man (Unicode: U+0267)

endes ''g'' wird immer wie ''j'' als palatales [j] gesprochen: nhd. ''Gold'' zu ksh. ''Gold'' [jo?t?], so auch vor Konsonanten: nhd. ''Glück'' zu ksh. ''Glöck'' [jløk?], nhd. ''Gruß'' zu ksh. ''Groß'' [j?o?s], ebenso am Silbenanfang nach hellen Vokalen sowie l und r: nhd. ''fliegen'' zu ksh. ''fleege'' [?fle?.j?], nhd. ''Morgen'' zu ksh. ''Morge'' [?m???.j?], nhd. ''Galgen'' zu ksh. ''Galge'' [?j???.j?]. Nach dunklen Vokalen wird es in der Regel als velares [?] ausgesprochen: nhd. ''Magen'' zu ''Mage'' [?m??.??].

Auslautendes g wird nach dunklen Vokalen als [?], nach hellen Vokalen als [?] gesprochen: nhd. ''Zug'' zu ksh. ''Zog'' [?o??], nhd. ''Schlag'' zu ksh. ''Schlag'' [?????]; nhd. ''ewig'' zu ksh. ''iwig'' [??i?.v??].

Intervokalisches oder auslautendes b des Hochdeutschen ist in der Regel beim altfränkischen [v] bzw. [f] geblieben: nhd. ''geben'' zu ksh. ''gevve'' [?je.v?], nhd. ''bleibt'' zu ksh. ''bliev'' [b?i?f], nhd. ''ab'' zu ksh. ''av'' [??f], nhd. ''ob'' zu ksh. ''ov'' [?of].

Das stimmhafte [d] wurde nicht wie beim Hochdeutschen regelmäßig zum stimmlosen [t] verschoben: nhd. ''Tisch'' zu ksh. ''Desch'' [de?], nhd. ''tun'' zu ksh. ''don'' [don], nhd. ''Traum'' zu ksh. ''Droum'' [d????m].

Anlautendes [s] wurde bei Fremdwörtern mit einem stimmlosen [s] im Anlaut regelmäßig zur Affrikate [?]: nhd. ''Suppe'' zu ksh. ''Zupp'' [??p?], nhd. ''Soße'' zu ''Zauß'' [????s], nhd. ''sortieren'' zu ksh. ''zoteere'' [??.?t?e?.??].

Ein intervokalisches ss wird auch nach kurzem Vokal überwiegend stimmhaft gesprochen (vgl. deutsch: Fussel, Dussel): nhd. ''lesen'' zu ksh. ''lese'' [?l?.z?], nhd. ''Restchen'' zu ksh. ''Nüsel'' [?n?.z?l], nhd. ''Konsole'' zu ksh. ''Possument'' [p?.z?.?m?nt?], ?(sich) darstellen, mit Bedacht platzieren? zu ksh. ''possumenteeere'' usw.

Ein -eit(-) oder -eid(-) im heutigen Deutsch entspricht im Kölschen sehr oft -igg: nhd. ''schneiden'' zu ksh. ''schnigge'', ''läuten'' zu ksh. ''lügge'', nhd. ''weit'' zu ksh. ''wigg'', nhd. ''Zeit'' zu ksh. ''Zigg''. Kann man das Wort nicht erweitern, wird es am Wortende zu ck, nhd. ''Leute'' zu ksh. ''Lück''. (vgl. ''wigg'', ''wigger'' oder ''Zigg'', ''Zigge'')
Dieses genannte Phänomen trifft man auch in andern Wörtern wie nhd. ''Wein'' zu ksh. ''Wing'', nhd. ''braun'' zu ksh. ''brung'', nhd. ''Ende'' zu ksh. ''Engk'' usw.

Das pf ist im Kölschen nie entstanden, stattdessen wird meist das sprachgeschichtlich ältere plosive [p] gesprochen: nhd. ''Pferd'' zu ksh. ''Pääd'' [p???t?], nhd. ''Pfeife'' zu ksh. ''Pief'', nhd. ''Schnupfen'' zu ksh. ''Schnups'' oder ''Schnuppe''. Dies ist einer der Bereiche, in dem das Kölsch, wie alle ripuarischen Sprachen, dem Niederfränkischen bis heute näher geblieben ist als dem sich entwickelnden Hochdeutschen. Allerdings gibt es auch einige Fälle, in denen das Kölsche nicht beim Niederfränkischen p blieb, ohne dem Deutschen zum pf zu folgen; in der Summe dieser Fälle geht es weiter, als alle andern ripuarischen Sprachen; Beispiele dafür sind Kupfer > ''Koffer'' [?k?o.f?], nhd. ''Pflanze'' zu ksh. ''Flanz'' (auch ''Planz''), nhd. ''pfuschen'' zu ksh. ''fuutele'' usw.

Tritt im Deutschen ein r vor anderen Konsonanten auf, wird im Kölschen der vorhergehende Vokal meist verlängert und das r fällt weg: nhd. ''Garten'' zu ksh. ''Gaade'' [?j??.d?], nhd. ''Karte'' zu ksh. ''Kaat'', nhd. ''gern'' zu ksh. gään [j??n], nhd. ''Durst'' zu ksh. ''Doosch''. Im Regiolekt wird das r mitunter als [?] gesprochen (''Gachten'', ''Kachte'', ''Duchst'').

Einige Konsonanten-Aggregationen, insbesondere bei Fremdwörtern, werden ins Kölsche nicht übernommen und durch mit der ripuarischen Satzmelodie verträglichere ersetzt: Porzellan > Posteling [p??s.t??.?l??], dabei sind sowohl en, als auch , und, wie im Beispiel, Kombinationen davon zu beobachten.

Liquide, wie l, m, n, ng, sowie s, ß, sch, v, seltener j, werden im Kölschen oft wesentlich länger gesprochen als im Hoch- und Niederländischen. Diese ).

Stimmlose oder harte Konsonanten des Kölschen werden bei der Verlagerung in die Wortmitte, bei Verlängerung und (im Gegensatz zum Deutschen, jedoch ähnlich der französischen ) ebenfalls bei vielen Wortübergängen . Typisch sind die Übergänge [t?] > [d], [k?] > [g], [p?] > [b], (stimmloses) sch > sch (stimmhaft), [?] > [?], seltener [f] > [v]. Beispiele: nhd. ''Akkordeon'' zu ksh. ?die Quetsch und der Quetschebüggel? (mit stimmhaftem sch!), einer sagt: ?ich gehe? zu ksh. ?ich gonn?, ein anderer will nicht mit: ?ich aber nicht? zu ksh. ?ich ävver nit? (mit stimmhaftem ch und wie ein Wort klingend), oder: ?es gelingt ihm (nicht)? zu ksh. ?dä pack dat?, ?dä pack et nit? (mit stimmhaftem [g]). Die jeweilige Sprach- oder Satzmelodie hat einen bestimmenden Einfluss auf das Fehlen oder Vorkommen solcher wortübergreifenden Anpassungen.

 vgl. niederl�ndisch: ''bluts''

|- valign="top"
| dumm, eingedrückt, zerdellt, auch schlecht gelaunt, pampig
| blötschisch, verblötscht ||
|- valign="top"
| reflektiert werden, (zurück-)springen, hüpfen, (an-)stupsen, stoßen, schlagen
| titsche || (lautmalerisch)
|- valign="top"
| Delle, Beschädigung, Ab- oder Eindruck, Loch oder großer Kratzer
| Katsch || (lautmalerisch) Ein Katsch ist alles Genannte zugleich.
|- valign="top"
| Riss
| Ratsch || (lautmalerisch)
|- valign="top"
| winkelförmiger Einriss in Stoff
| en Fönnnef || Die Form ähnelt der lateinischen Ziffer V.
|- valign="top"
| ?Die Polizei?
| de Schmier || nur unpersönlich, v. a. im Kontext des unerwünschten Kontrollierens, lästigen Beobachtens, beim Beschneiden von Freiheiten, vgl. : ''d' Schmiër''
|- valign="top"
| ?
?
?
| knibbele
piddele
vrimmele || Alle nahe dem ruhrsprachlichen, west- und ostfälischen ''prokeln'', aber jeweils viel spezifischer, teilweise überlappend mit dem hochdeutschen ''kratzen'', jedoch spezifischer, erst recht als das umgangssprachliche ''fummeln'', teils überlappend mit dem niederdeutschen ''pulen''
|}

Manche Wörter werden aus ursprünglichen Umschreibungen geboren:
{| class="wikitable" width="100%" style="padding:1em; vertical-align:top; border:2px"
|-
! Standarddeutsch
! Kölsch
! Anmerkung
|- valign="top"
| Akkordeon
| Quetschebüggel, Quetsch || wörtlich: (Zweiseiten-)Drückbeutel, ?Quetschbeutel? wäre ein
|- valign="top"
| Bachstelze
| Wippestätzche || wörtlich: Wippschwänzchen
|- valign="top"
| Bett
| Lappekess || vgl. deutsch: Lappen- (oder Tücher-)Kiste
|- valign="top"
| Fotoapparat
| Knipser ||
|- valign="top"
| Geizhals
| Kniesbüggel, Knieskopp ||
|- valign="top"
| Pfirsich
| Plüschprumm || zusammengesetzt aus ''Plüsch'' (Plüsch, Samt) und ''Prumm'' (Pflaume)
|- valign="top"
| Pilz
| Jüddefleisch || eigentlich ?Judenfleisch?, wird heute nicht mehr gebraucht; vgl. auch ''?jüddeflesj?'' im ''Kirchröadsj'', dem r Dialekt
|- valign="top"
| Polizeiwachtmeister
| Blööh || vom französischen ''bleu'', der Uniformfarbe preußischer Polizisten
|- valign="top"
| preußischer (und bis in die frühen 1970er Jahre Berliner) Polizeihelm, Zylinderhut
| )
|}

Andere Vokabeln sind aus mittlerweile wenig gebräuchlichen oder anders belegten en entstanden:
{| class="wikitable" width="100%" style="padding:1em; vertical-align:top; border:2px"
|-
! Standarddeutsch
! Kölsch
! Anmerkung
|- valign="top"
| Bürgersteig
| Trottewar / Trottoir || französisches Lehnwort, auch in anderen westdeutschen Dialekten
|- valign="top"
| Dachstuhl, Dachboden, Dachbereich
| Läuv || vgl. deutsch: Laube
|- valign="top"
| Aufnehmer / Bodenwischtuch
| Schotterplaggel || von ''Schotter'' (Bodenbelag) und ''Plaggel'' (Wischtuch)
|- valign="top"
| Schmerz
| Ping || vgl. Deutsch: Pein
|- valign="top"
| Streichholz, -hölzer
| Schwävelche, Schwävele || vgl. deutsch: ''Schwefelholz'', ältere Bezeichnung für Zündhölzer; vgl. : ''schwebele''
|- valign="top"
| Tür, Tor
| Pooz || vom lateinischen ''porta'', Pforte, vgl. niederländisch ''poort''. Das hochdeutsche ?Pforte? heißt heute in Kölsch ?Pöözje? oder ?Enjang? und kann nur in seltenen Fällen mit ?Pooz? übersetzt werden.
|- valign="top"
| umarmen
| dröcke || vgl. deutsch: ''an sich drücken'', nicht zu verwechseln mit hochdeutsch ''drücken'' = kölsch ''deue''
|- valign="top"
| weg
| fott || vgl. deutsch: ''fort''
|- valign="top"
| weinen
| kriesche || verwandt mit deutsch: ''kreischen''; vgl. englisch: ''to cry''
|}

Wieder andere Vokabeln entstammen der allgemeinen Umgangssprache:
{| class="wikitable" width="100%" style="padding:1em; vertical-align:top; border:2px"
|-
! Standarddeutsch
! Kölsch
! Anmerkung
|- valign="top"
| Auto
| Kess || vgl. deutsch: ''Kiste''
|- valign="top"
| Fernsehapparat
| Kess || vgl. deutsch: ''Kiste''
|- valign="top"
| Glück, glücklich
| Jlöck, jlöcklich
|

|- valign="top"
| (heraus-/auseinander-)klamüsern
| (erus-/usenander)klamüsere || herausfinden durch angestrengtes Überlegen, mühsam zurechtfummeln
|- valign="top"
| schief, scheel
| schääl || scheel ? schielend ? wie das bekannte Kölner Original ''''
|- valign="top"
| Verkaufsstelle, (Zeitungs-)Kiosk
| Büdche || entspricht der ruhrsprachlichen ''Bude'' im Sinne von ''''
|- valign="top"
| Akkordeon
| Quetschkomood. Quetsch || Zusammensetzung von ''quedsche'' (drücken, pressen) und ''Komood'' (Kastenfömiges, Kommode)
|- valign="top"
| Wohnung
| (auch) Bud || vgl. deutsch: '''', ''''
|}

Auch das Kölsche kennt , von denen manche mit den im Deutschen üblichen zusammenfallen, aber bei weitem nicht alle:
{| class="wikitable" width="100%" style="padding:1em; vertical-align:top; border:2px"
|-valign="top"
! Standarddeutsch
! Kölsch
! Anmerkung
|- valign="top"
| Das erstaunt mich!
| Leck mej am Aasch!
| Dies kann aber auch das "" sein, es kommt auf die Betonung an.
|- valign="top"
| Leck mich am Arsch!
| Deu mer doch der Naache!
| Wörtlich: ''Schiebe doch meinen Kahn an!''
|- valign="top"
| Es ist/war in der Karwoche
| De Jlocke sin/wohre en Rom
| In der Karwoche herrscht Glockenruhe, daher die Redensart, daß die Glocken in der Zeit nach pilgerten.
|- valign="top"
| Hosen runter! Farbe bekennen! Klartext bitte!
| Botter bei de Fesch!
| Wörtlich: ''[gib] Butter zum Fisch!'', kommt in ganz Norddeutschland und vor.
|- valign="top"
| Sie ist ungenießbar, arg missgestimmt, verrückt.
| Dat hädd en Ääz aam wandere/aam kieme.
| Wörtlich: ''Bei ihr wandert/keimt eine Erbse.''
|- valign="top"
| in Ohnmacht fallen
| de Bejoovung krijje
| Wörtlich: ''die Begabung bekommen''
|- valign="top"
|}

Literatur

  • : ''Wörterbuch der Kölner Mundart. Nach der Erstausgabe von 1877.'' J.P. Bachem Verlag, Köln 1952.
  • Georg Heike: ''Zur Phonologie der Stadtkölner Mundart.'' Marburg 1964. (Deutsche Dialektgeographie Band 57)
  • Martin Hirschberg, Klaus Hochhaus: ''Kölsch för anzelore.'' Lütgen, Frechen 1990, ISBN 3-9802573-0-4.
  • : ''Neuer Kölnischer Sprachschatz.'' 3 Bände. 12. Auflage. Greven Verlag, Köln 1999, ISBN 3-7743-0243-X.
  • Alice Tiling-Herrwegen: ''De kölsche Sproch.'' Kurzgrammatik Kölsch-Deutsch. 1. Auflage. J.P. Bachem Verlag, Köln 2002, ISBN 3-7616-1604-X.
  • Christa Bhatt: ''Kölsche Schreibregeln.'' 1. Auflage. J.P Bachem Verlag, Köln 2002, ISBN 3-7616-1605-8.
  • Helga Resch, Tobias Bungter: ''Sprachführer Kölsch.'' (mit einer CD gesprochen von ). 1. Auflage. Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln 2004, ISBN 3-462-03557-6.
  • Helga Resch, Tobias Bungter: ''Sprachführer Kölsch 2 ? für Fortgeschrittene.'' (mit einer CD gesprochen von Tommy Engel). 1. Auflage. Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln 2005, ISBN 3-462-03591-6.
  • Christa Bhatt, Alice Herrwegen: ''Das Kölsche Wörterbuch.'' 3. Auflage. J.P. Bachem Verlag, Köln 2009, ISBN 978-3-7616-2358-9.
  • Peter Caspers: ''Op Kölsch ? Das Wörterbuch Kölsch-Hochdeutsch, Hochdeutsch-Kölsch.'' Greven Verlag, Köln 2006, ISBN 3-7743-0380-0.
  • Alice Herrwegen: ''Mer liere Kölsch ? ävver höösch''. , Köln 2008, ISBN 978-3-7616-2201-8.
  • Margarete Flimm, Florian Wollenschein: ''Wörterbuch der kölschen Mundart. Kölsch-Deutsch Deutsch-Kölsch.'' Books on Demand, Norderstedt 2011, ISBN 978-3-8448-0659-5.

Siehe auch

  • Das des
  • , der

Weblinks

  • der Sprachabteilung am Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte beim Landschaftsverband Rheinland
  • mit . In: Koelsch-Akademie.de

Einzelnachweise